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London: Debatte über zunehmende Gewalt

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London: Debatte über zunehmende Gewalt

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei in London.
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In London ist nach zwei Schusswaffenangriffen auf Jugendliche eine Diskussion über die zunehmende Gewalt in der britischen Hauptstadt entfacht. Am Sonntag waren zwei Jugendliche am helllichten Tag in einem Vorort erschossen worden. Wie die Polizei mitteilte, erlitten sie Kopfverletzungen, die aber nicht lebensbedrohlich seien. Der 13-Jährige und der 15-Jährige wurden direkt hintereinander an unterschiedlichen, aber nicht weit voneinander entfernten Orten in London-Harrow gefunden. Die Polizei untersucht, ob die Fälle zusammenhängen.

Wenige Stunden zuvor war am Samstagabend in Southwark im Süden Londons ein 17-Jähriger erschossen worden. Nach Angaben seiner Mutter Pretana Morgan gehörte der Jugendliche keiner Bande an. "Ich möchte nicht, dass es noch mehr Eltern gibt, die…", Pretana Morgan ringt um Fassung. "Das muss aufhören – jetzt! Möge mein Sohn der letzte gewesen sein und eine Mahnung an alle."

Seit Beginn des Jahres sind in London mehr als 60 Menschen getötet worden und damit als in der US-Metropole New York. Bei knapp der Hälfte der Taten handelte es sich um Messerangriffe. Im vergangenen Jahr stieg der Statistik der Behörden zufolge die Zahl der Tötungsdelikte in der britischen Hauptstadt um 44 Prozent.