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Filmfestspiele von Cannes: Ohne Netflix und mit vielen unbekannten Streifen

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Filmfestspiele von Cannes: Ohne Netflix und mit vielen unbekannten Streifen

Die begehrte Goldene Palme für den besten Film
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REUTERS/Regis Duvignau
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Die australische Schauspielerin Cate Blanchett ist in diesem Jahr Jurypräsidentin bei den Filmfestspielen von Cannes, die bereits zum 71. Mal starten. Unterstützt wird sie unter anderem von Kristen Stewart und Lea Seydoux. Damit sitzen in der Jury mehr Frauen als Männer - was als Reaktion auf den Sexismus-Skandal in der Filmbranche verstanden werden kann.

Kritiker bemängeln, dass das gesamte Kommitee bekannter ist als die Filmauswahl. Denn nominiert sind vor allem Werke von eher unbekannten Filmemachern aus Europa, Asien und Afrika. Thierry Frémaux, Direktor der Filmfestspiele von Cannes, erklärt warum:

"Als wir im vergangenen November mit der Filmauswahl begonnen haben, schwebte uns kein Neuanfang vor. Manchmal, wenn wir das vergangene Jahr noch einmal analysieren, stellen wir fest: Wir waren nicht mutig genug. Also vielleicht entspricht die diesjährige Auswahl dem Wunsch, ein bisschen mehr mutig zu sein, mehr Risiken einzugehen."

Neue Regel für Streamingdienste

"Solo: A Star Wars Story" ist der einzige Hollywood-Blockbuster, der bei den Festspielen gezeigt wird. Der Streamingdienst Netflix boykottiert Cannes dagegen. Denn eine neue Regel erlaubt es nur Filmen, die in Frankreich im Kino waren, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Damit verbunden ist allerdings eine dreijährige Streaming-Sperre - weshalb eine Teilnahme für Netflix keinen Sinn mehr macht.

Insgesamt sind 21 Streifen im Rennen um die begehrte Goldene Palme für den besten Film.