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Zwei Tote bei Zugunglück in Bayern - Fahrdienstleiter festgenommen

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Zwei Tote bei Zugunglück in Bayern - Fahrdienstleiter festgenommen

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Update 11.00Uhr: Nach dem Zugunglück bei Aichach mit zwei Toten wurde nun der 24-jährige Fahrdienstleiter vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium in Augsburg erklärten, dass der Unfall nach ersten Ermittlungen auf menschliches Versagen zurückzuführen sei.

Ein technischer Defekt könne nach ersten Ermittlungen ausgeschlossen werden, so ein Polizeisprecher. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob gegen den 24 Jahre alten Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn (DB) ein Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der fahrlässigen Tötung beantragt wird, heißt es in einer Erklärung des Polizeipräsidiums Schwaben Nord.

Allerdings könne noch nicht gesagt werden, was der junge Mann konkret falsch gemacht hat. Polizeisprecher Markus Trieb sagte: "Dafür ist es noch viel zu früh."

Ermittlungen gehen weiter

"Um circa 21:15 Uhr kam es hier im Bahnhofsbereich Aichach zum Zusammenstoß zweier Züge", erklärte Polizeisprecher Michael Jakob. "Ein aus Augsburg kommender Zug der Bayerischen Regiobahn ist im Gleisbereich zwei auf einen stehenden Güterzug aufgefahren."

Bei den Todesopfern handelt es sich um den 37 Jahre alten Lokführer des Personenzuges und eine 73-jährige Passagierin. Beide erlagen noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen, so die Polizei. 14 weitere Menschen wurden zudem teils schwer verletzt.

Über 200 Rettungskräfte waren an der Unglücksstelle in der Stadt nordöstlich von Augsburg im Einsatz. Vor Ort ermittelt weiterhin die Kriminalpolizei. Auch ein externer Gutachter soll die Unfallstelle am Dienstag untersuchen.

Nach Angaben der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, dem Betreiber des Unglückszuges, wurde die betreffende Strecke zwischen Friedberg und Radersdorf vorerst gesperrt und ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.