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Bitterer Europa-Tag: Skeptiker im Aufwind

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Bitterer Europa-Tag: Skeptiker im Aufwind

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9. Mai, Europa-Tag. Hier wird er gefeiert, aber nicht überall gibt es Grund zur Freude. Denn Europa-Skepsis legt in allen Mitgliedstaaten zu.

Inzwischen gibt es in 25 von 28 nationalen Parlamenten Vertreter von Parteien, die die EU-Institutionen und die europäische Integration ablehnen.

In Italien, Ungarn und Polen sind diese Fraktionen am stärksten oder haben sogar eine Mehrheit.

Die Ursachen dafür sind von Land zu Land unterschiedlich, doch Jean-Michel De Waele von der Freien Universität Brüssel sieht auch ein gemeinsames Element.

"Das sind soziale Gruppe, die glauben, zu den großen Verlierern der Globalisierung zu gehören, und die Europäische Union wird als Vertreter dieser Globalisierung angesehen."

In Italien hat die Europa-Skepsis ihre Ursache in der wirtschaftlichen Krise - die Bürger reagieren auf eine empfundene Aushöhlung des Sozialstaats.

In Ungarn und Polen wird vor allem die Flüchtlingspolitik als etwas empfunden, das von Brüssel aufgezwungen wurde.

Europa müsse reagieren, sagt Jean-Michel De Waele.

"Die EU hat eine enorme Verantwortung bei all dem. Sie ist verantwortlich für Finanz- und Wirtschaftspolitik, aber das soziale Europa fehlt. Das wird immer wieder bemängelt."