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Afghanistan: Neuer Selbstmordanschlag in östlicher Provinz

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Afghanistan: Neuer Selbstmordanschlag in östlicher Provinz

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Bei einem Anschlag auf ein Regierungsgebäude im ostafghanischen Dschalalabad sind nach Medienberichten („Al Jazeera") mindestens zwölf Menschen getötet worden. Dutzende seien bei der Attacke in der Hauptstadt der Provinz Nangarhar verletzt und in Krankenhäuser gebracht
worden, so Inamullah Miakhel, ein Sprecher der örtlichen Gesundheitsbehörde.

Ein Selbstmordattentäter habe ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug vor dem Gebäude der Finanzbehörde gezündet, sagte Gouverneurssprecher Attaullah Khugyani . Daraufhin hätten weitere Angreifer das Regierungsgebäude gestürmt und sich Gefechte
mit afghanischen Sicherheitskräften geliefert. Dabei sei mindestens einer der Angreifer ums Leben gekommen.

Einem Mitglied des Provinzrats, Sohrab Kaderi, zufolge sind zwei Polizisten und ein Geheimdienstmitarbeiter unter den Toten. Nach seiner Darstellung hatte zunächst ein Selbstmordattentäter seine Sprengstoffweste vor dem Regierungsgebäude gezündet. Vier weitere Angreifer folgten. Aus dem Inneren des Gebäudes seien mindestens zwei weitere Explosionen zu hören gewesen.

Zunächst reklamierte keine Gruppe die Attacke für sich.

Sowohl die Taliban als auch ein lokaler islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIL) haben in der östlichen Provinz Nangarhar bereits zahlreiche Anschläge verübt.

Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden in Afghanistan allein in den ersten drei Monaten des Jahres 763 Zivilisten getötet und 1495 schwer verletzt.

Die Sicherheits- und Aufbaumission in Afghanistan der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe, (ISAF), ein sogenannter friedenserzwingender Einsatz, endete am 31. Dezember 2014.

su mit dpa