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Brüssel soll bei Suche nach Gerechtigkeit in Honduras helfen

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Brüssel soll bei Suche nach Gerechtigkeit in Honduras helfen

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Vor zwei Jahren wurde in Honduras die Umwelt- und Bürgerrechtlerin Berta Cáceres ermordet. Damals führte sie den Kampf gegen ein umstrittenes Staudammprojekt.

Ihre Tochter bemüht sich bei den europäischen Institutionen in Brüssel um Gerechtigkeit. Der Tod an ihrer Mutter soll nicht ungesühnt bleiben, doch dafür braucht sie die Hilfe der internationalen Gemeinschaft.

"Wir glauben nicht, dass Gerechtigkeit von Honduras ausgehen kann, schießlich hat die dortige Regierung meine Mutter kriminalisiert und verfolgt", sagt Berta Zúñiga Cáceres.

"Auch wissen wir, dass, wenn wir keinen internationalen Druck aufrecht erhalten, der Fall mit Straflosigkeit enden kann."

Zugeich erinnert sie Europa an seine Verantwortung. In Brüssel ist sie in Begleitung eines Anwalts, der ihr bei der Klage gegen die niederländische Entwicklungsbank FMO hilft, die das Stammbauprojekt finanziert hat.

"Die Bank wusste von den Angriffen gegen die lokale Urbevölkerung, und dennoch ging die Finanzierung weiter. Deshalb wäre die Bank mitverantwortlich für die Gewalt gegen den einheimischen Lenca-Stamm und den Tod von Berta Cáceres."

Berta Cáceres wurde von einer Gruppe von Killern erschossen. Neun Verdächtige sind in Haft und warten auf ihren Prozess, darunter auch Mitarbeiter des Staudamm-Betreibers.

Cáceres stand im Zentrum des Widerstands gegen das Projekt am Guancarque-Fluss, der das Gebiet der Urbevölkerung durchquert.

Für diese Menschen ist der Fluss die Lebensader und daher heilig.