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Täuschend echt ist anders: Wissenschaftler entwickeln "Roboterbiene"

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Täuschend echt ist anders: Wissenschaftler entwickeln "Roboterbiene"

Täuschend echt ist anders: Wissenschaftler entwickeln "Roboterbiene"
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Es leuchtet grün, pustet und vibriert im Bienenstock. Die Tierchen umrunden silberne Knubbel Die runden Teile sehen komisch aus, sind aber künstliche Bienen. Mit diesen Knubbeln können Forscher an der Uni Graz ihr Bienenvolk kontrollieren - und die Bienen merken das anscheinend nicht einmal. Sie halten die Roboterbiene für eine von ihnen.

Drei verschiedene Wege, die Bienen zu beeinflussen, erklärt die Zoologin Martina Szopek. So können Metallplatten unter dem Wachs der Bienenwaben erwärmt werden, was die Bienen anzieht. Durch Schlitze kann sanft Luft geblasen werden, dadurch verteilen sich die Insekten und verlassen einen Ort, an dem sie die Wissenschaftler gerade nicht haben wollen. Vibrieren kann die Roboterkonstruktion auch noch. Die rhythmische Bewegung wird von den Bienen ebenfalls als Signal wahrgenommen.

Honig machen kann die Roboterbiene nicht. Sie soll die echten Bienen auch nicht ersetzen, sondern sie unter den immer schwieriger werdenden Lebensbedingungen anleiten. So wollen die Forscher den Bienenstock der Zukunft erschaffen und zum Erhalt der Arten beitragen.

Die Roboterbiene wird von der Europäischen Kommission gefördert. Auch gefördert wird übrigens ein Projekt aus der Schweiz. Dort wird heimlich ein Roboter-Fisch in einen Schwarm von Zebrabärblingen eingeschleust. Dieser sieht einem echten Fisch allerdings wesentlich ähnlicher als die Roboterbiene.