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Iran: Ruhani will US-Drohungen nicht ernst nehmen

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Iran: Ruhani will US-Drohungen nicht ernst nehmen

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Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat die Warnungen von US-Außenminister Mike Pompeo zurückgewiesen. Pompeo hatte Teheran zuvor die schärfsten Sanktionen in der Geschichte angedroht.

Ruhani sagte, als ehemaliger CIA-Chef sei Pompeo nicht in der Position, um einem souveränen Staat wie dem Iran vorzuschreiben, was dieser zu tun habe. Man werde Pompeo nicht ernst nehmen.

Irans Außenminister Dschawad Sarif schrieb bei Twitter, die USA fielen zurück in alte Gewohnheiten. Er bezeichnete die Vereinigten Staaten als gefangen in der eigenen gescheiterten Politik.

Pompeo hatte dem Iran Sanktionen angedroht, sollte er nicht auf US-Forderungen zur Befriedung der Nahost-Region eingehen.

Am Montag warnte Pompeo zudem auch europäische Firmen davor, weiterhin mit dem Iran Geschäfte zu machen.

Seit ihrem Ausstieg aus dem Atomabkommen fahren die USA wieder eine deutlich härtere Linie gegen den Iran.

Das Vorgehen stößt in Europa weitgehend auf Kritik. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogehrini etwa sagte, es gebe zum Atomdeal keine Alternative.

Der deutsche Außenminster Heiko Maas sagte, für Berlin habe sich in der Sache nichts geändert. Man wolle an dem Abkommen mit dem Iran festhalten.

Für viele europäische Firmen heißt es nun, sich zu entscheiden zwischen Invetitionen im Iran und Handel mit den USA.