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Protestwelle gegen Macrons Reformen

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Protestwelle gegen Macrons Reformen

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Unter dem ironischen Motto "Marée Populaire" (in etwa "Welle des Volkes") und "La Fête à Macron" ("Macron ein Fest bereiten") haben in Frankreich mehr als 60 vorwiegend linke Gruppen und Gewerkschaften landesweit gegen die Reformpläne des Präsidenten protestiert.

Die Angaben zu den Teilnehmerzahlen gehen weit auseinander. Laut der Gewerkschaft CGT nahmen 250.000 Menschen in ganz Frankreich an den Protesten teil, davon 80.000 allein in Paris. Andere Quellen gehen von etwa 30.000 Demonstranten in Paris aus., das Innenministerium zählte kommt auf 21.000 Protestierenden in der franzöischen Hauptstadt.

Neben Macrons Wirtschaftspolitik ging es um verschiedene andere Themen wie Polizeigewalt oder Solidarität mit den protestierenden Studenten.

Am Rande der Protestmärsche kam es zu Ausschreitungen, etwa 40 Personen wurden in der französischen Hauptstadt festgenommen.

Die linke Partei LA FRANCE INSOUMISE organisierte auch Picknicks gegen Macron.

Neben der Protestkundgebungen dauert auch der Streik bei der Bahngesellschaft SNCF gegen den Umbau der Staatsbahn schon seit Ende März an. Zuletzt hatten bei einer Abstimmung 95 Prozent der Bahnbeschäftigten gegen den von der Regierung vorgelegten Reformplan für die SNCF gestimmt.

In Lyon gab es neben der Anti-Macron-Kundgebung Proteste antifaschistischer Organisationen, sie besetzen eine Zeit lang friedlich den Eingang zum Rathaus. Das war wohl auch eine Botschaft an Frankreichs Innenminister Gérard Collomb, der zuvor lange Bürgermeister von Lyon war. Der neue Bürgermeister Georges Képénékian hatte erklärt, er wolle nicht, dass die Altstadt zum Treffpunkt der Rechtsextremen werde.

Die südfranzösische Metropole gilt traditionell als eine Hochburg rechtsextremer Studentengruppen. Der sogenannte GUD ("Groupe union défense") hat in Lyon offenbar seinen Namen in "Bastion social" umgeändert und unter diesem Namen eine Sozialstation für Obdachlose in der Altstadt eröffnet, in der nur "Francais de souche" (in etwa Bio-Franzosen) aufgenommen werden sollten.

Die rechtsextremen Studentengruppe in Lyon hat Verbindungen nach Italien zu Casapound und zu