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Russischer Journalist doch nicht in Kiew ermordet

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Russischer Journalist doch nicht in Kiew ermordet

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UPDATE: Der russische Journalist Arkadi Babtschenko ist noch am Leben. Am Tag nach seiner vermeintlichen Ermordung tauchte er in einer Pressekonferenz des ukrainischen Geheimdienstes auf.

"Wir sehen hier ein russisches Tatmuster"

Pawlo Klimkin Außenmistister der Ukraine

Das ist eine ziemlich unglaubliche Geschichte.

Zuvor hatte es geheißen, der russische Journalist und Putin-Kritiker Arkadi Babtschenko ist in Kiew erschossen worden. Wie die ukrainischen Polizei bestätigte, fand seine Frau den 41jährigen am Eingang der Wohnung mit Schussverletzungen im Rücken. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus.

Ayder Muzhdabaev

Der Chef des krimtatartischen Fernsehsenders ATR TV, Ayder Muzhdabaev, ein enger Freund und Kollege Babtschenkos beschuldigte Russland:

"Es ist ein tragischer Verlust, ein enormer Verlust für den internationalen Journalismus. Er war einer der wenigen, die die Wahrheit darüber schrieben, was die Russische Föderation treibt. Wenn ihnen das egal gewesen wäre, hätten sie ihn nicht umgebracht".

Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin äußerte am Rande seines Besuches bei den Vereinten Nationen in New York denselben Verdacht: "Natürlich muss man herausfinden, wer dahinter steckt. Es ist zwar noch zu früh, um etwas zu sagen, aber wir sehen hier ganz klar ein russisches Tatmuster."

Der Regierungschef der Ukraine, Wolodimir Hrojsman, nahm auf seiner Facebook-Seite Bezug auf einen früheren Mord an einem Journalisten in der Ukraine, und schrieb: "Die totalitäre Maschinerie Russlands erträgt werde ehrliche, noch prinzipientreue Menschen. Mögen die Mörder bestraft werden."

Das russische Außenministerium behauptete unterdessen seinerseits auf seiner Facebookseite, dass Gewaltverbrechen und völlige Straffreiheit in der Ukraine mittlerweile an der Tagesordnung seien.