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Getötetes kurdisches Flüchtlingskind in Belgien beigesetzt

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Getötetes kurdisches Flüchtlingskind in Belgien beigesetzt

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Im belgischen Mons haben Hunderte Menschen Abschied von einem zweijährigen kurdischen Flüchtlingsmädchen genommen, das bei einer Polizeiaktion ums Leben gekommen war.

Die Polizei hatte bei einer Verfolgungsjagd auf einen Kleinbus gefeuert, der 30 illegale Flüchtlinge transportierte.

Als der Schuss fiel, saß das Mädchen auf dem Schoß seiner Mutter.

Die Anwältin der Familie will nun die rasche Anerkennung der Eltern als Asylbewerber erreichen. Die Eltern seien am Boden zerstört, sie müssten mit dem Verlust ihres Kindes fern der Heimat und der Familie fertig werden.

Der belgische Innenminister sprach von einem "tragischen Fall mit dramatischen Konsequenzen". Die Ermittlungen dauerten an.

Eine Vertreterin der kurdischen Gemeinde in Brüssel sagte, es habe Menschen getroffen, die vor dem Krieg in ihrer Heimat flohen, um in Europa Schutz zu suchen.

Nach dem Tod des Mädchens war es in Belgien zu Protesten gegen die Asylpolitik der Regierung gekommen.

Diese habe einen Zwischenfall wie diesen erst ermöglicht, hieß es.

Die Behörden haben noch nicht über den Asylantrag der Eltern entschieden.

Dies wird vom Unterstützer-Netzwerk der Flüchtlinge scharf kritisiert.

Das Kind sei jetzt auf belgischem Boden beerdigt, und die trauernden Eltern dürften nicht dauerhaft vom Grab getrennt werden, sagte ein Vertreter.