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Kremlkritischer Journalist Babtschenko doch nicht erschossen

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Kremlkritischer Journalist Babtschenko doch nicht erschossen

Arkadi Babtschenko
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Der russische Journalist und Putin-Kritiker Arkadi Babtschenko ist doch nicht erschossen worden.

In Anbetracht seiner beruflichen Aktivitäten steht seine Ermordung im Zusammenhang mit seinem Beruf

Andrej Krischenko Polizeichef von Kiew

Am Mittwochnachmitttag tauchte der totgeglaubte auf einer Pressekonferenz des ukrainischen Geheimdienstes auf. Seine vermeintliche Ermordung war von den Behörden der Ukraine inszeniert.

Zuvor hatte die die ukrainischen Polizei bestätigt, war er am Eingang seiner Wohnung von seiner Frau mit Schussverletzungen im Rücken gefunden worden. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Auf Facebook sprach der ukrainische Politiker Anton Geraschenk von einem "Killer, der Babtschenko mehrmals feige in den Rücken schoss.

Kiews Polizeichef Andrej Krischenko ist überzeugt: "In Anbetracht seiner Lage und seiner beruflichen Aktivitäten steht seine Ermordung im Zusammenhang mit seinem Beruf. Aber erst wenn wir den Tatort untersucht und Zeugen befragt haben, können wir andere Theorien ausschließen."

Der 41jährige Kriegsreporter Babtschenko hatte nach gehäuften Morddrohungen gegen ihn Russland Anfang 2017 verlassen. In Kiew arbeitete er unter anderem für den krimtatarischen Fernsehsender ATR. Es ist in der ukrainischen Hauptstadt der dritte Mord an einem Journalisten in vier Jahren. 2016 tötete eine Autobombe den russischen Journalisten Pawel Scheremet, ebenfalls einen Kritiker der Moskauer Führung. 2015 wurde der ukrainische Journalist Oleg Busina ermordet. Die Fälle sind ungeklärt.