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Verdis "Nabucco" in Nationaloper Athen

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Verdis "Nabucco" in Nationaloper Athen

Verdis "Nabucco" in Nationaloper Athen
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Große Gefühle wie Liebe, Eifersucht, Hass und Wahnsinn- zu sehen auf der Bühne der Nationaloper in Athen. Herzstück der Oper "Nabucco", mit der Verdi 1842 der Durchbruch als Opernkomponist gelang, ist der so genannte Gefangenenchor Va, pensiero! Auch wer Verdis Stück noch nie gesehen hat, wird diese Melodie sofort mitsummen können.

"Nabuccos Geschichte enthält viele wichtige Archetypen. Unser Konzept, die Handlung der Oper in eine Zeit zu versetzen, die unserer heutigen Welt näher ist, hat uns dabei geholfen die Themen und Fakten zu beleuchten, die die Aufmerksamkeit unseres Publikums auf sich ziehen können", erklärt der Opernregisseur Leo Muscat.

Die Oper hat einerseits das Streben des jüdischen Volkes nach Freiheit aus der babylonischen Gefangenschaft zum Thema. Andererseits steht die extreme Selbstüberschätzung des Titelhelden Nabucco - des biblischen Babylonierkönigs Nebukadnezar - im Zentrum, der sich selbst zu Gott machen will. Er wird daraufhin mit Wahnsinn geschlagen und erst durch die Bekehrung zum Gott der Hebräer geheilt.

In Athen singt der bekannte griechische Bariton Dimitri Platanias die Rolle: "Es ist eine dieser Opern, deren Melodien immer in den Köpfen des Publikums bleiben, auch über den berühmten Chor der hebräischen Sklaven hinaus. Jedes Mal ist die Rolle eine neue Herausforderung für mich. Die Musik ist die gleiche, sie ist wunderschön. Sollte ich sie in Zukunft satt habe, verspreche ich, ich werde aufhören, diese Rolle zu singen."

Die Inszenierung der Verdi-Oper "Nabucco" von Regisseur Leo Muscato ist am 3., 6. und 8. Juni in Athen zu sehen.

""Nabucco" ist eine der beiden Produktionen der griechischen Nationaloper im Rahmen des Athen Festivals. Es ist schon das sechste Mal, dass die Oper 1500 Freikarten an Arbeitslose verschenkt, um die Generalprobe einer ihrer Produktionen zu besuchen", berichtet Yorgos Mitropoulos aus Athen für Euronews.

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