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#Kreuzerlass in Bayern: Sarkastische Reaktionen auf Paragraf 28

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#Kreuzerlass in Bayern: Sarkastische Reaktionen auf Paragraf 28

Ein Kreuz ragt über dem bayrischen Tegernsee
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In bayrischen Behörden gilt ab dem heutigen Freitag die Kreuzpflicht.

Das sei Ausdruck der "geschichtlichen und kulturellen Prägung" des Landes. Das Kreuz soll an gut sichtbarer Stelle angebracht werden.

Die bayrische Landesregierung machte keine konkreten Angaben zu Art, Größe und Anzahl der Kreuze - mindestens ein Kreuz muss es aber sein.

Der Kreuz-Erlass wird in Paragraf 28 der Allgemeinen Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaates Bayern festgelegt.

Es ist eine Initiative des neuen bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Auf den Beschluss folgte Kritik sowohl aus der Bevölkerung als auch aus Kirchenkreisen, die den Beschluss als "Instrumentalisierung des Kreuzes für Wahlkampfzwecke" zurückwiesen.

"Geschichtliche und kulturelle Prägung" Bayerns? Auch im Internet sieht das nicht jeder so.

An die Behördenmitarbeiter wurde gedacht..

Alternative Kreuzideen ausgetauscht...

Protest regte sich auch bei einem Fahrradverein aus Bamberg.

Der Bayrische Rundfunk weiß, welche Art Kreuz in der Redaktion aufgehängt würde.

Bildmontagen mit dem bayrischen Ministerpräsidenten Söder ließen nicht lange auf sich warten...

Genaue Angaben zur Befestigung der Kreuze gibt es offenbar nicht...

In München organisierte eine Gruppe Aktivisten eine Protestaktion gegen den #Kreuzerlass. Auch die Opposition im Bayrischen Landtag meint, der Erlass sei verfassungswidrig.