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Buenos Aires: Frauen in Grün für Abtreibung

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Buenos Aires: Frauen in Grün für Abtreibung

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In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires haben hunderte Frauen für die von der Regierung geplante Legalisierung der Abtreibung demonstriert. Ihre grünen Halstüchern gelten als Symbol des Kampfes für einen legalen Abbruch.

Derzeit dürfen in Argentinien wie in den meisten Ländern Lateinamerikas Abtreibungen nur nach einer Vergewaltigung oder bei Lebensgefahr für die Mutter vorgenommen werden.

Die im tiefkatholischen Heimatland des Papstes äußerst kontrovers diskutierte Gesetzesänderung wird voraussichtlich von der Abgeordnetenkammer durchgewinkt werden, aber im konservativeren Senat auf Widerstand treffen.

Gesetzesinitiative bereits sechs Mal gescheitert

Schon sechs Mal, gab es Anläufe, das Abtreibungsgesetz zu ändern, sechmal scheiterten sie. Der neueste Anlauf kam ausgerechnet unter der konservativen Regierung von Präsident Mauricio Macri in Gang, der selbst ein erklärter Abtreibungsgegner ist. Falls die jüngste Vorlage beide Kammern im Nationalkongress übersteht, will Macri aber kein Veto einlegen.

Laut Schätzungen von Amnesty International treiben in Argentinien bis zu einer halben Million Frauen pro Jahr illegal ab. Zehn Prozent von ihnen erleiden Komplikationen. 50 bis 100 Frauen sterben daran jedes Jahr.