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Nach Sánchez-Wahl: Spanien im Umbruch

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Nach Sánchez-Wahl: Spanien im Umbruch

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Madrid nach dem historischen Misstrauensvotum. Gut sechs Jahre lang hat Mariano Rajoy das Land regiert. Nun ist Sozialistenchef Pedro Sánchez am Ruder. Für seine Anhänger war der Machtwechsel mehr als überfällig. Die Erwartungen sind groß.

"Wir wollen, dass er für die Einheit kämpft", sagt eine Frau vor dem Congreso de los Diputados. "Alle, was uns spaltet, macht uns schwächer und unfähig, das linkspolitische Projekt voranzubringen, Das stärkt nur die, die uns Kürzungen auferlegen und die Wirtschaft manipulieren wollen."

Auch viele Anhänger der Konservativen hegen angesichts der Korruptionsskandale den Wunsch nach Erneuerung, allerdings nicht um jeden Preis, wie dieser Mann betont: "Nun entsteht ein Klima der Unsicherheit. Und wer weiß, was aus den wirtschaftlichen Erfolgen, die wir bisher erreicht haben, wird. Rajoy hätte schon seit Langem zurücktreten und den jungen Leuten in seiner Partei, die sich darauf vorbereitet haben, den Weg frei machen sollen."

Noch feiern die spanischen Sozialisten den Sieg. Doch auf Sánchez wartet keine leichte Aufgabe. Er muss schnell ein Regierungsprogramm vorlegen und dafür eine Mehrheit im Parlament finden.

Marcela Martinez, euronews: "Es ist ein historischer Tag für die spanische Politik - die Rajoy-Ära geht zu Ende. Die Frage ist, ob die neue von Pedro Sánchez angeführte Regierung lebensfähig ist, da sie auf die Unterstützung der Separatisten und der Anti-Establishment-Parteien angewiesen ist."