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"Ciao amore!" - Das sagt die Presse zu Italien

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"Ciao amore!" - Das sagt die Presse zu Italien

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Im Internet wird der SPIEGEL-Titel zu Italien kontrovers diskutiert. Der Politico-Journalist Matthew Karnitschig meint, in den Artikeln des Magazins gelte politische Korrektheit aus dem Elfenbeinturm, aber die Titelseite sehe aus wie von Steve Bannon. Der Ex-Berater von Präsident Donald Trump, Steve Bannon, ist ein rechtextremer Scharfmacher, der sich bei Europas Rechtspopulisten enormer Beliebtheit erfreut.

Auch deutschsprachige Twitterer kritisieren das Titelblatt.

Die NZZ aus Zürich schreibt unter dem Titel "Italien: Eine neue Regierung mit starkem Rechtsdrall":

"All jene Anhänger, die sich einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit erhofft hatten, dürften enttäuscht darüber sein, dass sechs der achtzehn Kabinettsmitglieder nichtgewählte Technokraten sind. Obwohl die Cinque Stelle und die Lega seit Jahren gegen Fachleute in der Politik wettern, haben sie die wichtigsten Regierungsposten nun selbst mit solchen besetzt.

Auch das Durchschnittsalter der Regierung ist deutlich höher, als die versprochene «Revolution» hätte hoffen lassen. Zudem sitzen nur fünf Frauen im Kabinett, und ausser Verteidigungsministerin Elisabetta Trenta hat keine von ihnen ein Hauptportfolio."

"Jetzt", die Jugendseite der "Süddeutschen Zeitung" hat mit jungen Italienern gesprochen. Der Titel des Artikels lautet "Wir wollen keine Masseneinwanderung mehr". Eine 22-Jährige hat aber Angst, dass die neue Regierung die Bürgerrechte in Italien einschränkt.

Zur neuen Regierungskoalition in Italien meint die Amsterdamer Zeitung "De Volkskrant" am Samstag:

"Hoffentlich lässt sich die neue Regierung von der kurzzeitigen Panik der Finanzmärkte wegen der Gefahr einer finanziellen Krise in Italien vom überschwänglichen Geldverteilen abhalten. Es ist mehr nötig als zusätzliche Investitionen: Im aufgeblähten Staatsapparat muss auch kräftig Unkraut gejätet werden. Wie lange diese Koalition zweier gegensätzlicher Pole durchhalten wird, bleibt abzuwarten. Extreme Rechte und Populisten haben ein Talent, Krach zu machen anstelle von Politik. Doch Brüssel wäre in jedem Fall gut beraten, die Beschwerden der Italiener ernst zu nehmen. Vor allem wenn es um die enorm hohe Zahl von Immigranten geht, mit der Italien fertig werden muss. Dabei sollten die anderen EU-Staaten Italien eine helfende Hand reichen."

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