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Marine Le Pen (49) will Neuanfang mit neuem Namen

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Marine Le Pen (49) will Neuanfang mit neuem Namen

Marine Le Pen in Lyon
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REUTERS/Emmanuel Foudrot
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Der Blick von Marine Le Pen richtet sich in die Zukunft. Die Vorsitzende des rechtspopulistischen Front National hat ihrer Partei in Lyon ein neues Antlitz verpasst. Das nationalistische Element bleibt aber fest verankert. Le Pen verkündete auf dem FN-Parteitag das Abstimmungsergebnis:

"Die Frage, ob der Front National in Rassemblement National umbenannt wird, wurde von 80,81 Prozent mit Ja beantwortet."

Le Pen gratulierte den Verbündeten der italienischen Lega-Partei zur erfolgreichen Regierungsbildung:

"Unsere alten Lehrmeister in Brüssel werden lernen, dass sie den Menschen nicht das Joch aufzwingen können, das diese abschütteln wollen. Den Willen zu sehen, den die Italiener der in Brüssel verbarrikadierten europäischen Oligarchie aufgezwungen haben, ist ein willkommener Anlass für Genugtuung und Hoffnung."

Nach der Schlappe bei den Präsidenten- und Parlamentswahlen in Frankreich träumt die frisch gekürte "Nationale Sammlungsbewegung" von rechtspopulistischem Aufwind bei der Europawahl im kommenden Jahr. Le Pens Mitstreiter Gilbert Collard, FN-Abgeordneter in der Nationalversammlung für das Département Gard, sagte:

"Niemand möchte bei einer Taufe traurige Gesichter sehen. Der neue Name beinhaltet die Idee von Gemeinsamkeit, vor allem innerhalb der Nation."

Umfragen sehen die Rechtspopulisten derzeit als zweitstärkste Kraft in Frankreich, hinter dem Lager von Präsident Emmanuel Macron.

FN-Vizepräsident Nicolas Bay

"Wir wollen einen Pol als wichtigste und vielleicht einzige Oppositionskraft bilden, um zukünftig Verantwortung zu übernehmen. Die Wahlen zum Europaparlament in einem Jahr geben uns diese Möglichkeit. Vereint können wir gegen die von Emmanuel Macron unterstützte Liste gewinnen."