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Italiens neuer Innenminister Salvini will Ernst machen gegen Migranten

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Italiens neuer Innenminister Salvini will Ernst machen gegen Migranten

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Italien hat eine neue Regierung, und doch ist der frischgekürte Innenminister wieder auf Wahlkampf. Demnächst stehen Kommunalwahlen an, und Matteo Salvini von der rechten Partei Lega macht im Süden Stimmung gegen Flüchtlinge: auf Sizilien, dort, wo viele der Migranten anlanden.

Kein Vize-Schmuggler darf mehr an italienischen Häfen anlegen

Matteo Salvini Innenminister

"Ich werde mit den Partnern in Europa und Afrika zusammenarbeiten um zu verhindern, dass Tausende verzweifelter Menschen der Täuschung aufsitzen, in Italien gebe es Unterkunft und Arbeit für jeden", so Salvini. "Italien hat die höchsten Kosten pro Asylbewerber in Europa, und die Zeit zur Bearbeitung der Fälle ist ebenfalls die längste in Europa. Da müssen wir handeln."

Salvini hat außerdem Pläne geäußert, Booten von Hilfsorganisationen die Anlandung in Italien zu verweigern. Die Retter bezeichnete er als "Vize-Schmuggler". Ohnehin sind nur noch wenige Hilfsorganisationen im Mittelmeer zugange. Ein großer Teil der Migranten kommt gar nicht mehr in die Nähe Italiens, seit die Vorgängerregierung ein umstrittenes Abkommen mit libyschen Milizen auf der anderen Seite des Wassers unterschrieben hat, dass diese sich um die Migranten kümmern sollen.

Auch auf Twitter verbreitet Matteo Salvini seine Botschaft.

Dennoch sind erst am Freitag wieder etwa 160 Migranten auf Sizilien angekommen, darunter neun Kinder. Seit Jahresbeginn summiert sich die Zahl auf 13.500 Migranten und Flüchtlinge.