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Überwiegend positives Echo in Europa auf Merkels Reformideen

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Überwiegend positives Echo in Europa auf Merkels Reformideen

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Ein überwiegend positives Echo hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihren Reformvorschlägen zu Europa ausgelöst.

Auf einer Veranstaltung in Berlin wiederholte sie die Kernpunkte.

"Dazu bedarf es meiner Meinung nach einer größeren Unabhängigkeit innerhalb Europas vom Internationalen Währungsfonds, wir sollten unseren eigenen europäischen Währungsfonds haben. Und wir sollten dort für alle Krisenfälle wirklich Vorsorge tragen."

Merkel sagte zudem, eine Verkleinerung der Europäischen Kommission dürfe kein Tabu sein.

Der französische Präsident Emmanuel Macron sieht eine Annäherung an seine eigene Linie bei Themen wie Migration oder der Reform der Eurozone, fordert aber mehr Ehrgeiz.

Auch Merkel erwartet noch "intensive Arbeit" zur Abstimmung mit Frankreich und den übrigen EU-Ländern

Der Fraktionschef der Liberalen im Europäischen Parlament, Guy Verhofstadt, lobte Merkels Ideen. Europa dürfe bei Sicherheit und Wohlstand nicht von anderen abhängig sein.

Dagegen äußerte sich der Grünen-Fraktionschef Philippe Lamberts zurückhaltend.

Die Vorschläge Merkels enthielten in der Sache nichts Neues und böten keine Stärkung des Euro. Aber selbst Macrons Ideen täten das nicht.

Macron und Merkel treffen sich in zwei Wochen in Berlin, ehe sie ihre gemeinsamen Pläne auf dem EU-Gipfel Ende Juni vorstellen.