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Wladimir Putin zum Arbeitsbesuch in Wien

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Wladimir Putin zum Arbeitsbesuch in Wien

Wladimir Putin zum Arbeitsbesuch in Wien
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Erstmals seit seiner erneuten Wahl zum russischen Präsidenten besucht Wladimir Putin ein Land der Europäischen Union. Die Innenstadt von Wien wird von rund 800 Polizisten bewacht.

Der 65-Jährige kommt zu einem einem eintägigen Arbeitsbesuch nach Österreich. Putin dürfte auch die Rolle Moskaus als zuverlässigem Energielieferanten für Europa unterstreichen:

"Wir verfolgen nicht das Ziel, die EU zu spalten. Wir sind in der Tat daran interessiert, dass die EU vereint bleibt und gedeiht, weil die EU unser wichtigster Handelspartner ist".

Auch die Krise zwischen Ost und West ist ein Thema. Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal plädiert für Gespräche:

"Wir brauchen den Dialog, besonders in einer Zeit, in der es weltweit eine Reihe von Spannungen gibt, die nur gemeinsam gelöst werden können und nicht gegen Russland."

Österreich will sich unter Kanzler Sebastian Kurz in der Konfrontation Russlands und der EU als diplomatischer Brückenbauer positionieren. Dazu Velina Tchakarova, vom Institut für Europa und Sicherheitspolitik:

"Natürlich ist es so, dass aus russischer Sicht jede Gelegenheit genutzt wird, um aus der Isolation Europas herauszukommen. Meistens durch bilaterale Abkommen und Vereinbarungen und in diesem Sinne ist Österreich ein willkommener Partner."

"Am Programm von Putins Besuch in Wien steht neben Gesprächen hier im Bundeskanzleramt auch ein bilaterales Wirtschaftsforum. Zuletzt hatte Vizekanzler Strache ein Ende der Russlandsanktionen gefordert, trotzdem sieht sich Österreich auf EU-Linie und will jetzt während des EU-Ratsvorsitzes als Brückenbauer zwischen Ost und West fungieren.

Johannes Pleschberger für Euronews, Wien".