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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zu Gast in Paris

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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zu Gast in Paris

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Nach seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ist Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zu Gast in Paris, beim französischen Staatspräsidenten.

Bei seinem Treffen mit Emmanuel Macron, wirbt der israelische Regierungschef für ein politisches Bündnis gegen den Iran:

"Die nukleare Bedrohung, die wir kürzlich aufgedeckt haben, hat bewiesen, dass der Iran über sein Atomwaffen-Programm gelogen hat. Ich glaube, jetzt ist es an der Zeit, maximalen Druck auf den Iran auszuüben, um sicherzustellen, dass sein Atomprogramm nirgendwo hinführt. Ich stelle klar, dass ich Präsident Macron nicht gebeten habe, den Deal zu verlassen. Ich denke, dass die wirtschaftlichen Realitäten dieses Thema entscheiden werden".

Frankreichs Regierungschef Emmanuel Macron zeigt sich besonnen und ruft dazu auf, angesichts der Zunahme der Spannungen, eine Eskalation zu verhindern:

"Wir wollen Palästina nicht offiziell anerkennen. Dies könnte als Reaktion auf eine andere einseitige Handlung, die meines Erachtens ein Fehler ist, gesehen oder wahrgenommen werden, nämlich die Entscheidung der USA, Jerusalem zu einer Hauptstadt zu machen. Die jüngsten Erfahrungen haben gezeigt, dass Unilateralismus, unabhängig von der Position anderer, nur Gewalt erzeugt".

Netanjahu will einen kompletten Rückzug aus dem Atomabkommen mit dem Iran. Frankreich setzt sich dagegen gemeinsam mit Deutschland und den anderen EU-Ländern für einen Erhalt des Abkommens mit dem Iran ein.

Netanjahu reist nach seinem Besuch in Paris weiter nach London. Dort trifft er mit der britischen Premierministerin Theresa May zusammen.