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Noch keine Einigung bei EU-Agrarreform

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Noch keine Einigung bei EU-Agrarreform

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In Sofia haben die Landwirtschaftsminister der EU über die jüngsten Kommissionsvorschläge zur Agrarreform beraten.

Dabei taten sich deutliche Meinungsverschiedenheiten auf.

Der belgische Ressortchef Denis Ducarme erklärte, es liege noch viel Arbeit vor den Mitgliedstaaten, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Zu befürchten sei, dass die Landwirtschaft dafür benutzt werde, die variablen Anpassungen des EU-Haushalts vorzunehmen. Dies sei nur schwer zu akzeptieren.

Die Kommission hatte eine Reihe von Reformvorschlägen für die EU-Agrarförderung vorgelegt, zu denen auch mehr Wettbewerbsfähigkeit und ein größerer Spielraum für die Mitgliedstaaten gehören.

Damit erntete sie Kritik von Umweltschützern.

Brüssel werde damit seiner Verantwortung für die Bürger und die Umwelt nicht gerecht, sagte der agrarpolitische Sprecher von Greenpeace.

Es fehlten klare Regeln, ohne die die Mitgliedstaaten Raubbau and der Umwelt betreiben und damit der menschlichen Gesundheit schaden könnten.

Brüssel will auch mehr Innovation in der Landwirtschaft fördern - etwas, dass auf diesem Agrarbetrieb im Süden Belgiens bereits praktiziert wird.

Und zwar in der Form von Melk-Robotern.

Diese Maschinen entlasten die Bauern und melken die Kühen nach einem auf die individuellen Tiere abgestimmten Rhythmus.

Kostenpunkt: 150.000 Euro.

Eine Vollautomatisierung bedeute nicht Industrialisierung, sagt die Landwirtin Cindy Rabaey. Die Kühe seien weniger gestresst, da sie nun den Melkroboter aufsuchten, wann sie wollten. Im Stall gehe es weniger hektisch zu, und das sehe man sofort.