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US-Botschafter Grenell im Auswärtigen Amt

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US-Botschafter Grenell im Auswärtigen Amt

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Antrittsbesuch des umstrittenen US-Botschafters Richard Grenell im Auswärtigen Amt in Berlin: Der Diplomat hatte zuletzt gegenüber dem britischen Ableger des ultrakonservativen US-Nachrichtenportals Breitbart geäußert, er sehe es als seine Aufgabe an, konservative Bewegungen in ganz Europa zu stärken.

Das löste in der deutschen Politik teils scharfe Kritik aus. CDU-Politiker Roderich Kieswetter, Obmann des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, sagte:

„Das ist sehr schwierig und gefährlich, weil er so etwas wie ein Fürsprecher für rechts- und linkspopulistische Politiker werden könnte, die unsere freie Gesellschaft zerstören wollen.“

Sarah Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende der Partei „Die Linke“, sagte: „Da hat man doch das Gefühl irgendwie, der neue Kolonialherr ist hier ins Amt gekommen. Ich finde, das darf sich keine Regierung bieten lassen.“

Wagenknecht forderte die Ausweisung Grenells. Der ehemalige Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, sprach sich ebenfalls für die Abberufung des US-Diplomaten aus. „Wenn der Deutsche Botschafter in Washington sagen würde, ich bin hier, um die Demokraten zu stärken, dann würde er sofort rausgeschmissen“, so Schulz wörtlich.

Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, bemühte sich, die Wogen zu glätten: „Wir haben sehr starke Beziehungen zu Deutschland“, so Nauert. „Wir möchten die Stärke dieser Beziehungen nochmals bekräftigten", sagte sie.