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Was wird aus den Kindern des Dschihad?

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Was wird aus den Kindern des Dschihad? Die Frage wird in Norwegen kontrovers diskutiert. Unter den Menschen aus dem skandinavischen Land, die sich der Dschihadistenmiliz in Syrien und im Nordirak angeschlossen hatten, sind auch mehrere Frauen, die Kinder bekommen haben. Diese wurden wahrscheinlich in Koranschulen radikalisiert. Norwegen ist aber kein Einzelfall. Hunderte dieser Frauen und Kinder sind derzeit in Flüchtlingscamps vor Ort und überfordern die Behörden.

"Die IS-Kämpfer sind eine große Last. Wir wissen nicht, was mit ihnen zu tun ist. Jedes Herkunftsland soll seine Dschihadisten, Frauen und Kinder zurücknehmen," sagt die Sprecherin des syrischen Außenministeriums Siham Kario.

Eine Forderung, die Norwegens Justizminister Tor Mikkel Wara ablehnt: "Norweger, die in solche Staaten reisen, tragen selbst Verantwortung und gehen ein persönliches Risiko ein. Sie können nicht auf Hilfe aus Norwegen zählen. Kommen sie zurück, passiert folgendes: Falls sie Mitglied einer Terrororganisation waren, werden sie verhört und gerichtlich verfolgt."

Norwegens Polizei beobachtet die Situation genau. Derzeit ist gegen 14 Dschihadisten aus Norwegen ein internationaler Haftbefehl erlassen worden.

Geheimdienstchefin Benedicte Bjørnland erklärt, "erhärtet sich der Verdacht, dass sie Verbindungen zu Terroristen hatten, sucht Interpol nach ihnen. Falls sie in einem anderen Land inhaftiert sind, sind wir verpflichtet, sie zurückzuholen."

Ein Teufelskreis, denn in Gefängnissen drohen oft weitere Radikalisierungen. Das Thema sorgt auch in anderen Staaten wie Deutschland und Frankreich für Zündstoff.

Vor diesem Hintergrund warnt der deutsche Verfassungsschutz vor einer neuen Dschihadistengeneration.