Eilmeldung

Eilmeldung

Pride Parade Bucharest: Adrian Coman & Claibourn Hamilton feiern mit

Sie lesen gerade:

Pride Parade Bucharest: Adrian Coman & Claibourn Hamilton feiern mit

Pride Parade Bucharest: Adrian Coman & Claibourn Hamilton feiern mit
Schriftgrösse Aa Aa

Mehr als 5000 Menschen haben auf der Bucharest Pride Parade ausgelassen gefeiert. Die unangefochtenen Stars des Umzugs waren Eheleute Adrian Coman und Claibourn Hamilton, die in der vergangenen Woche im Kampf um die Anerkennung ihrer Ehe in Rumänien einen historischen Sieg vor dem Europäischen Gerichtshof (EUgH) errungen hatten.

EuGH: Anrecht auf EU-Freizügigkeit ein Muss

Gleichgeschlechtlichen Partnern aus Nicht-EU-Ländern muss demnach ein Anrecht auf EU-Freizügigkeit eingeräumt werden. Das gilt auch dann, wenn das betreffende Land gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften nicht anerkennt oder verbietet.

Adrian Coman erklärte auf der Parade: "Ich bin glücklich, dass wir zusammen sind. Gestern haben unser 16-jähriges Jubiläum gefeiert und heute haben wir noch mehr Grund mit so vielen Menschen um uns zu feiern."

Neben internationalen Starts freuten sich auch Diplomaten über den Erfolg der Paares. Unter ihnen war auch der deutsche Botschafter in Rumänien, Cord Meier-Klodt:

"Europa wurde durch Diversität geschaffen. Das sollte sich auch in unseren Werten widerspiegeln. Es sollten dieselben Werte gelten, die es allen erlauben, so zu leben, wie sie wollen."

Der britische Botschafter in Rumänien, Paul Brummell, verbreitete dieses Foto auf Twitter:

"Normalitätsmarsch" gegen Homo-Ehe und gleichgeschlechtliche Partnerschaften

Die Teilnehmer einer weiteren Demonstration in Bukarest sahen das anders. Mit ihrem Marsch protestierten sie gegen die angekündigte Pride Parade. Ein christlich-orthodoxer Priester sagte: "In Rumänien sind wir orthodoxe Christen. Und so sollten wir uns auch verhalten. Wir sind kein Land der Homosexuellen, wie in Sodom und Gomorra."

Nach rumänischem Recht sind gleichgeschlechtliche Ehen nicht erlaubt, das Land erkennt sie auch nicht an, auch wenn die Ehen im Ausland, bzw. inLändern der Europäischen Union geschlossen wurden.