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"Aquarius": Spanien will Flüchtlinge aufnehmen

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"Aquarius": Spanien will Flüchtlinge aufnehmen

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Spanien hat sich bereit erklärt, die 629 Flüchtlinge der Aquarius aufzunehmen. Das Schiff dürfe den Hafen von Valencia anlaufen, wie das Büro des neuen spanischen Regierungschefs Pedro Sanchéz bekannt gab.

Weder Malta noch Italien hatten das Schiff in ihre Häfen einlaufen lassen. Unter den Geretteten sind auch mehr als 100 Kinder.

Das Schiff der Organisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen hatte die Migranten am Wochenende bei sechs Einsätzen im zentralen Mittelmeer aus nicht seetauglichen Booten aufgenommen. Italiens neuer Innenminister Matteo Salvini von der rechtspopulistischen Lega vewehrte dem Schiff das anlanden in italienischen Häfen. Auch der maltesische Premier Joseph Muscat wollte das Schiff nicht in maltesische Häfen lassen. Muscat habe mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte gesprochen und betont, "dass sich Malta vollständig seiner internationalen Verpflichtungen entsprechend" verhalte.

Conte erwiderte, dies zeige wieder den Unwillen Maltas, Verantwortung zu übernehmen. Malta hatte kaum noch Bootsflüchtlinge aufgenommen, nur 23 in 2017, Italien fast 120.000. Damit sei unter der neuen Regierung Italiens Schluss, Innenminister Salvini hatte gedroht, die Häfen zu schließen, sollte Malta das Schiff nicht aufnehmen. Sogar die Nato wolle er zu Hilfe rufen, weil Italien von Süden aus angegriffen werde.

"Heute wartet noch die Sea Watch 3, die für eine deutsche NGO unter niederländischer Flagge fährt vor der Küste Libyens, um die x-te Ladung Einwanderer nach Italien zu bringen. Aber Italien hat aufgehört, einfach demütig zu gehorchen," erklärte Salvini auf Twitter.