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Hongkong - Magnet für Talente, Fähigkeiten, Finanzen und kreative Energie

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Hongkong - Magnet für Talente, Fähigkeiten, Finanzen und kreative Energie

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Es ist ein Ort, an dem berufliche Träume werden. Hongkong ist ein Magnet für Talente, Fähigkeiten, Finanzen und kreative Energie. In dieser Spotlight-Ausgabe werfen wir einen Blick auf die wahren Geschichten von Europäern, die hier eine Existenz aufgebaut haben. Allein die Zahl der französischen Expats hat sich in einem Jahrzehnt auf 25.000 vervierfacht. Warum? Eine Spurensuche.

Hongkong, 7,4 Millionen Einwohner, ist ein führendes globales Finanzzentrum mit den meisten Wolkenkratzern der Welt. Es ist der regionale Hauptsitz von mehr als 450 europäischen Unternehmen. Es ist vernetzt mit einer globalen Wirtschaft, die niemals schläft und ein bevorzugtes Ziel für ausländische Direktinvestitionen.

Es ist auch ein Knotenpunkt für Start-ups an Plätzen wie Science Park, mit großen und kleinen Technologieunternehmen in einer campusähnlichen Umgebung.

Und es gibt Cyberport, die FinTech-Initiative der Sonderverwaltungszone (Hong Kong Special Administrative Region). Sie hat Unternehmen wie Valoot ausgebrütet, ein E-Payment-System, das von Taxifahrern in Hongkong benutzt wird.

Ein ehemaliger Banker aus Rumänien hatte die Idee. Und wie hat Cyberport Ihrem Unternehmen geholfen, sich mit anderen Unternehmen zu vernetzen?

Ovidiu Olea, CEO, Valoot Technologies:

„Ich kann Cyberport nur allen empfehlen, die versuchen, in Hongkong den Durchbruch zu schaffen. Es gibt dir schon früh einen ziemlich guten Anschub. Wir nutzen Hongkong als Sprungbrett und wir möchten mit unserem Taxi-Zahlungsprojekt nach Macau expandieren."

Macau und seine Casinos liegen in der Greater Bay Area, oder Pearl River Region, mit Hong Kong und den Industriestädten Shenzhen und Guangzhou. Auch bei Cyberport: Pierre Mouette, technischer Leiter bei Clim8. Das Startup macht tragbare Heizgeräte mit Thermosensoren, die sich über das Internet der Dinge an die Körpertemperatur anpassen.

Pierre Mouette, Clim8:

"Mehr als tausend Startups arbeiten in Cyberport, es ist riesig. Also begannen wir in Cyberport, wir gingen vor fast zwei Jahren in deren Brutkasten. Das Inkubationsprogramm hat uns sehr geholfen. Zuerst beim Geld, denn jedes Startup braucht Geld. So läuft das. Aber Cyberport hat uns auch geholfen, potenzielle Investoren und alle Medien zu treffen. Diese

ganzen Start-ups bei Cyberport helfen uns, die richtigen Talente zu finden und einzustellen. Wir haben unsere Forschung und Entwicklung (R+D) in Frankreich, wir haben dort Hochschulabsolventen, also ist es wirklich gut. Hier haben wir Produktionsstätten, in Hong Kong und Shenzhen. Das meiste in Shenzhen und in der Region Guangdong - für mich sind das zwei Stunden Fahrt von hier. Das klappt gut.“

BÜROS TEILEN

Geteilte Büros (Shared-Workspace-Konzept) sind im Hochmieten-Standort Hong Kong rasant im Kommen - das kommt Start-ups entgegen, die nicht in Immobilien investieren wollen.

Über die Stadt verteilt gibt es sieben Gebäude von Campfire, einem Unternehmen, das flexible Büroflächen, Hot-Desks – also in Teilzeit von Mehreren genutzte Schreibtische und Gemeinschaftsräume mit kreativen Einrichtungen anbietet.

Eine der Unternehmerinnen dort ist Karena Belin - sie gründete unter anderem das Unternehmen W Hub, ein Netzwerk von mehr als 2.000 Start-ups.

Chris Burns, Euronews: "Karena, nehmen wir an, ich bin ein Start-up. Verkauf mir die Idee, hier in Hongkong zu starten."

Karena Belin, Mitbegründerin, WHub:

„Ich meine, am besten trifft diese Beschreibung - es ist eines der vielfältigsten Ökosysteme, was verschiedene Branchen (verticals) angeht. Da geht es nicht nur um Fintech. Wir haben viele Sektoren hier. Und unsere „Unicorns“ – Startups, die mindestens eine Milliarde Dollar wert sind - kommen aus verschiedenen Sektoren - Fintech, Logistik, TravelTech, sie kommen aus der Künstlichen

Intelligenz. Und geografisch ist Hong Kong strategisch sehr gut gelegen. Die Hälfte der Weltbevölkerung ist in fünf Stunden erreichbar. Und nebenan liegt als Industrie-Muskelpaket das Pearl River Delta. Alles ist einfach und sicher. Und sehr gut vernetzt."

Chris Burns, Euronews: "Hongkong als Zentrum für Ideen und Finanzen und gleich nebenan die Greater Bay Area?

Karena Belin, Mitbegründerin, WHub: "In der Greater Bay Area ist noch viel mehr zu entdecken. Das sind im Grunde 11 Städte hier. Und wenn Sie es mit anderen Wirtschaftsstandorten, etwa in den USA, fällt einem ein, Silicon Valley, Las Vegas und New York in einer Region anzusiedeln. Das wäre dann die Greater Bay Area."

Tamim Batcha leitet das Co-Working-Projekt „Campfire“ (Lagerfeuer), und rührt in der Glut.

Chris Burns, Euronews: "Was macht die Start-up-Szene in Hong Kong? Und Sie mittendrin?"

Tamim Batcha, Leiter des Co-Working-Projekts „Campfire“:

"Wir schaffen Mikro-Gemeinschaften, in den Bereichen Mode, Tech, Fintech, Bildung, Gesundheit, Produktionsprozesse, Marketing, und wir platzieren sie an einer geografisch für ihr Geschäft geeigneten Stelle."

Chris Burns, su