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Flüchtlingsschiff Aquarius darf nach Spanien

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Flüchtlingsschiff Aquarius darf nach Spanien

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Das Rettungsschiff Aquarius mit 629 Flüchtlingen kann seit Tagen keinen Hafen anlaufen, weil Italien seine Flüchtlingspolitik verschärft. Die erste Kraftprobe hat der neue Innenminister Matteo Salvini gewonnen: Die neue spanische Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte sich am bereit, das seit drei Tagen zwischen Malta und Sizilien herumirrende Rettungsschiff in Valencia einlaufen zu lassen.

"Aquarius hat Anweisung erhalten, Spanien anzusteuern," meldete die Euronews-Reporertin von Bord. "Italienische Schiffe sollen 500 Leute abholen und uns nach Valencia bringen."

"Das Hauptdeck wird freigemacht, um Lieferungen von der italienischen Küstenwache aufzunehmen. Einige Personen steigen von der Aquarius auf zwei andere Schiffe um, dann sollen alle 629 Passagiere nach Spanien gebracht werden."

Italien fühlt sich seit langem von seinen europäischen Partnern mit der Bewältigung der Flüchtlingskrise allein gelassen. Andererseits: In diesem Jahr sind bisher 13.706 Migranten über das Mittelmeer nach Italien gekommen. Das sind 77 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

"Erstes Ziel erreicht", schrieb Salvini von der rechtspopulistischen und fremdenfeindlichen Lega auf Twitter und fügte hinzu: "#Chiudiamoiporti. Wir schließen unsere Häfen." Die Konfrontation um die Aquarius ist die erste nach Amtsantritt der von der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und Salvinis fremdenfeindlichen Lega gebildeten Regierung.

su mit dpa