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Japan und China begrüßen Gipfeltreffen

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Japan und China begrüßen Gipfeltreffen

Japan und China begrüßen Gipfeltreffen
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REUTERS/Issei Kato
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Die Ergebnisse des Gipfeltreffens zwischen Trump und Kim stießen weltweit auf positive Reaktionen.

Auch Japan sieht es als einen Schritt in die richtige Richtung: "Ich begrüße das Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea. Es ist ein Schritt hin zu einer umfassenden Lösung der verschiedenen Probleme mit Nordkorea. In der Entführtenfrage habe ich beschlossen, dass Japan sich direkt mit Nordkorea auseinandersetzen und dies gemeinsam zwischen unseren beiden Ländern gelöst werden muss", so Japans Ministerpräsident Shinzo Ab.

Japan, das von Nordkorea bedroht wird, hofft auf eine Abrüstung der Atomwaffen sowie der Raketen, die das Land erreichen können.

Zugleich drückte Abe seine hohe Wertschätzung dafür aus, dass Trump das für Japan äußert wichtige Thema der Entführung von Japanern in den 70er und 80er Jahren nach Nordkorea angesprochen habe.

Japans rechtskonservativer Regierungschef sagte, mit Nordkorea das Problem bilateral lösen zu wollen. Für Tokio ist die Entführtenfrage das größte Hindernis für eine Normalisierung der bilateralen Beziehungen.

Die Verschleppten sollten Spionen Pjöngjangs beibringen, Japanisch zu sprechen, und ihnen helfen, sich wie Japaner zu verhalten. Erst 2002 gestand Nordkorea bei einem überraschenden Besuch des japanischen Regierungschefs Junichiro Koizumi, 13 Menschen verschleppt zu haben.

Nordkoreas Schutzmacht China sprach von einem «wichtigen Fortschritt». Als «wichtige Partei» sei China zudem bereit, mit allen relevanten Kräften zusammenzuarbeiten, um sich weiterhin für die Denuklearisierung der Halbinsel und die Einrichtung eines Friedensmechanismus einzusetzen.

"China war immer der Meinung, dass Sanktionen nicht das Ziel sein dürfen. Die Maßnahmen des Sicherheitsrats sollten die Bemühungen der aktuellen diplomatischen Gespräche zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel unterstützen und mit ihnen übereinstimmen, außerdem sollten sie eine politische Lösung für die Halbinsel fördern", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Geng Shuang auf einer Pressekonferenz.

Der große Nachbar Nordkoreas ist ein wichtiger Mitspieler im Atomkonflikt und setzt als größter Handelspartner die meisten Sanktionen um. China hat starke eigene Interessen, die sich nicht unbedingt mit denen der USA decken. Das Land fürchtet einen Kollaps in Nordkorea, will den Status quo wahren, einen Krieg vermeiden und hätte kein Problem damit, wenn es mit der atomaren Abrüstung Nordkoreas länger dauern sollte. Bei einer Friedenslösung will Peking sicher mitreden, weil China im Koreakrieg mit «Freiwilligen» aufseiten Nordkoreas gekämpft und den Waffenstillstandsvertrag 1953 mitunterzeichnet hatte.