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Mitten im Streit um Schutzzölle: Chinesisches Stahlwerk für Simbabwe

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Mitten im Streit um Schutzzölle: Chinesisches Stahlwerk für Simbabwe

Mitten im Streit um Schutzzölle: Chinesisches Stahlwerk für Simbabwe
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Mitten im transatlanrtischen Streit um Schutzzölle für Stahl und Aluminium will der chinesische Konzern Tsingshan für eine Milliarde Dollar (850 Millionen Euro) ein Stahlwerk in Simbabwe bauen.

Das Unternehmen unterzeichnete eine entsprechende Vereinbarung mit Vertretern der Regierung des afrikanischen Landes. Minen-Minister Winston Chitando sagte, das neue Werk solle zwei Millionen Tonnen Stahl pro Jahr produzieren.

Präsident Emmerson Mnangagwa versucht derzeit, Investoren ins Land zu holen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Unter seinem Vorgänger Robert Mugabe war die Wirtschaft zuletzt im Niedergang. Mugabe war im November nach fast vier Jahrzehnten an der Macht auf äußeren Druck hin zurückgetreten. Viele Investoren halten sich aber noch zurück, weil sie erst die für Juli angesetzten Wahlen in Simbabwe abwarten wollen. China ist seit Jahren dabei, seine Position in Afrika zu stärken.

STAHLSCHWEMME

Europäer und Amerikaner machen China allerdings dafür verantwortlich, den Weltmarkt unfair mit Billigstahl zu überschwemmen.

Nach Schätzungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) summierte sich vergangenes Jahr die weltweite Überkapazität auf 737 Millionen Tonnen Stahl, was die Preise in den Keller drückt. Zum Vergleich: Die deutsche Jahresproduktion beträgt 42 Millionen Tonnen. Mit einem Anteil von 35 Prozent am globalen Stahlexport ist China der dominierende Spieler auf dem Weltmarkt.

su mit Reuters