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Jemen: Angriff auf Hudaida verschlimmert Lage für Zivilisten

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Jemen: Angriff auf Hudaida verschlimmert Lage für Zivilisten

Symbolfoto: Hafen von Hudaida
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Reuters / Symbolfoto: Hafen von Hudaida
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Im Jemen gehen Regierungstruppen und ihre Verbündeten gegen den von Huthi-Rebellen gehaltenen Hafen von Hudaida vor. Unterstützt werden sie von einer saudisch geführten Militärkoalition.

Über den strategisch wichtigen Hafen gelangen gut 70 Prozent der Hilfsgüter für die Bevölkerung ins Land. Hilfsorganisationen warnen, wenn der Nachschub abgeschnitten wird, droht eine Hungerkatastrophe.

Schon jetzt ist die Lage äußerst schwierig. Rund 22 Millionen Menschen im Land sind auf Hilfe angewiesen - gut drei Viertel der Bevölkerung. Zuletzt hatte eine Cholera-Epidemie die Lage zusätzlich verschlechtert. Saudi-Arabiens Botschafter in den USA, Khalid bin Salman, verteidigte den Angriff auf den Hafen von Hudaida.

Bei Twitter schrieb er: "Die Befreiung Hudaidas ist entscheidend angesichts der zunehmenden Bedrohung, die die iranisch unterstützten Huthi-Milizen für die Sicherheit auf dem Roten Meer darstellen, einem wichtigen Seeweg, durch den gut 15 Prozent des internationalen Handels laufen. Der Einsatz der Koalition zur Befreiung Hudaidas ist Teil unseres Engagements, den Menschen im Jemen gegen die Tyrannei der vom Iran unterstützten Milizen zu helfen, die Chaos und Unordnung im Jemen verbreiten."

Die Koalition bombardiert Berichten zufolge mit Kampfjets und Marineschiffen Stellungen der Huthis. Kämpfer der Miliz ziehen sich im Stadtzentrum zusammen, viele Zivilisten sind eingeschlossen. Die Schwächsten trifft es besonders hart.

Anas Schahari von Save the Childre: "Babys können nicht mehr weinen, weil sie zu schwach sind. Ihre Rippen stehen hervor, es ist sehr traurig, wenn man sieht, dass eine zehnköpfige Familie von fünf handgroßen Fischen am Tag leben muss."

Die international anerkannte Regierung, die vor Jahren aus der Hauptstadt Sanaa geflohen war, teilte mit, die Offensive auf Hudaida sei erst der Beginn, um das ganze Land von den schiitischen Huthis zurückzuerobern.