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Ermittler: Tunesier wollte in Deutschland Bio-Waffen herstellen

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Ermittler: Tunesier wollte in Deutschland Bio-Waffen herstellen

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Ein in Deutschland inhaftierter Tunesier, in dessen Kölner Wohnung hochgiftige Rizin-Substanzen gefunden wurden, ist laut Bundesanwaltschaft "dringend verdächtig, vorsätzlich biologische Waffen hergestellt zu haben."

Wie die Justizbehörde am Donnerstag in Karlsruhe weiter mitteilte, gibt es jedoch keine Anhaltspunkte für eine "konkretisierte Anschlagplanung" oder eine Mitgliedschaft des Beschuldigten in einer terroristischen Vereinigung.

Wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz wurde der 29-Jährige am Mittwochabend inhaftiert. Außerdem ermitteln die Behörden weiter wegen einer staatsgefährdenden Gewalttat gegen den Mann.

Das in der Wohnung des Mannes gefundene Rizin ist ein Stoff, der wird aus den Samen des Wunderbaums gewonnen wird. In seiner Reinform wirken schon klein Mengen tödlich. Nach dem Chemiewaffen-Übereinkommen von 1997 ist der Umgang und Handel mit dem Stoff eingeschränkt.