Eilmeldung

Eilmeldung

Frida Kahlo - die Behinderte, die sich nicht behindern ließ

Sie lesen gerade:

Frida Kahlo - die Behinderte, die sich nicht behindern ließ

Frida Kahlo - die Behinderte, die sich nicht behindern ließ
Schriftgrösse Aa Aa

“Ich bin die Zertrümmerung” schrieb Frida Kahlo über eine Frau in einem prächtigen Kleid in ihr Skizzenbuch. Aber in Wahrheit war sie, Frida, die Zertrümmerte.

Mit 18 wurde Frida Kahlo Opfer eines Busunglücks, bei dem sich eine Stahlstange durch ihren Körper bohrte, so dass sie ihren Alltag fortan immer wieder liegend und in einem Ganzkörpergips oder Stahlkorsett verbringen musste. Zum Zeitvertreib begann sie im Bett zu malen.

Claire Wilcox, Co-Kuratorin:

"Fridas Identität, ihre Erscheinung, ihre Kunst sind alle in die Landschaft ihrer Behinderungen eingewickelt. Sie lebte ihr Leben in Schmerzen, aber sie hat es transzendiert,"

so die Ko-Kuratorin einer Ausstellung in London, die Kleider, Schmuck, Schminke und Prothesen der mexikanischen Künstlerin zeigt, die ihr Mann Diego Rivera nach ihrem Tod 1954 weggesperrt hatte.

Circe Henestrosa, Co-Kuratorin:

"Es ist das erste Mal, dass wir Frida als Person sehen, Frida die Künstlerin, aber auch die Frau, die ihre Behinderung nicht darüber bestimmen ließ, wer sie war - sie definierte selbst, wer sie war, zu ihren eigenen Bedingungen."

Je schlechter es ihr körperlich ging, desto bewusster und bunter kleidete sich Frida Kahlo. Ihre Mode – Variationen der Tehuana-Tracht – wurde zu ihrem Markenzeichen und auch zu einer politischen Aussage: Sie betonte damit ihre indigenen Wurzeln.

Frida Kahlo: Making Her Self Up.

V&A Museum, London, 16. Juni bis 4. November 2018

su

Mehr dazu Cult