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Unterwegs nach Spanien - Flüchtlingsschiff Aquarius in schwerer See

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Unterwegs nach Spanien - Flüchtlingsschiff Aquarius in schwerer See

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Bis zu vier Meter hohe Wellen haben Migranten und Helfern auf dem Rettungsschiff «Aquarius» zu schaffen gemacht. Die Route
auf dem Weg ins spanische Valencia wurde wegen schlechter Wetterbedingungen geändert, so SOS Mèditerranée auf Twitter.

Weil es auf dem Außendeck zu gefährlich worden sei, hätten sich alle Männer, die zuvor dort ausharrten, in der Nacht ins Innere des Schiffs begeben müssen. Viele litten an Seekrankheit. Am Donnerstag befand sich das Schiff im Osten von Sardinien.

Italien hatte der «Aquarius» nach Rettungaktionen am Wochenende zum erstenmal die Einfahrt in einen Hafen verwehrt und das Boot mit mehr als 600 Migranten an Bord zwei Tage lang blockiert.

Anelise Borges, Euronews:

"Sturm und hohe Wellen haben den Menschen an Bord des Aquarius eine schwere Nacht bereitet: Alle 106 Leute mussten nach drinnen gebracht werden, weil es an Deck nicht mehr sicher für sie war, mehrere mussten in die Krankenstation, und so ziemlich jeder an Bord Aquarius spürte das Wetter.

Die gute Nachricht: Wir fahren nach Sardinien, wo wir der Küste folgen werden, sie sollte Schutz und bessere Wetterbedingungen bieten. Und dann nimmt die Aquarius über die Passage zwischen Sardinien und Korsika Kurs auf Spanien. Voraussichtliche Ankunft im Hafen Valencia ist Samstagabend - genau 7 Tage nach der Nacht, als diese Männer, Frauen und Kinder aus dem Mittelmeer gerettet wurden."

Italien hatte der «Aquarius» nach Rettungen am Wochenende erstmals
die Einfahrt in einen Hafen verwehrt und das Boot mit mehr als 600
Migranten an Bord zwei Tage lang blockiert. Das Schiff kreuzt seit
2016 regelmäßig im südlichen Mittelmeer und rettet Migranten von
seeuntüchtigen Booten. 106 Gerettete befinden sich weiterhin an Bord
der «Aquarius», die übrigen waren an zwei andere Schiffe abgegeben
worden, die ebenfalls Valencia ansteuern und den Hafen am Samstag
erreichen könnten.

US-MARINESCHIFF "TRENTON"

Was mit 40 Überlebenden eines Flüchtlingsunglücks an Bord des
US-Marineschiffs «Trenton» geschieht, war weiter unklar. Die Position des Schiffs am Donnerstagfrüh in unmittelbarer Nähe der sizilianischen Hafenstadt Augusta könnte aber darauf hindeuten, dass sie in Italien an Land gehen könnten.

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch hatte sich geweigert, die Leute an Bord zu nehmen, weil ihnen ebenfalls die Absage Italiens droht. Was mit den etwa 40 Überlebenden und 12 Leichen nach einem Flüchtlingsunglück an Bord des US-Marineschiffs «Trenton» geschieht, war am Donnerstag weiter unklar. Die Position des Schiffs am Donnerstagfrüh in unmittelbarer Nähe der sizilianischen Hafenstadt Augusta könnte aber darauf

hinweisen, dass sie in Italien an Land gehen könnten. Die deutsche
Hilfsorganisation Sea-Watch hatte sich geweigert, die Leute an Bord
zu nehmen, weil ihnen ebenfalls die Absage Italiens droht.
Sea-Watch twitterte, man hoffe, dass das Marineschiff mit den
Flüchtlingen im Gegensatz zu privaten Seenotrettern in Italien
anlegen dürfe.

Anelise Borges, su mit dpa