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Mazedonien: Hoffnungen und Widerstand nach Abkommen zum Namensstreit

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Mazedonien: Hoffnungen und Widerstand nach Abkommen zum Namensstreit

Mazedonien: Hoffnungen und Widerstand nach Abkommen zum Namensstreit
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REUTERS/Ognen Teofilovski
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Nicht nur Sonnenschein und malerische Kulisse sorgten für gute Stimmung: Die Beteiligten des Abkommens zur Beilegung des Namensstreits zwischen Griechenland und Mazedonien haben die Vereinbarung als Musterbeispiel für gelungene Konfliktlösung gelobt, darunter auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini: "Dies ist ein historisches Ereignis für beide Seiten, für den Balkan, aber auch für die gesamte Europäische Union und für Europa. Denn es zeigt vor allem, dass Diplomatie, Dialog und Lösungswille zu einer Lösung führen."

Der Namensstreit ist für Mazedonien das Haupthindernis auf dem Weg in die EU. Athen hatte die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen des Landes und dessen NATO-Beitritt bisher blockiert. Die mazedonische Regierung will jetzt Druck machen. "Wir wollen ein Beitrittsdatum, um die europäische Reise noch Ende dieses Monats im Europäischen Rat zu beginnen", so Mazedoniens Außenminister Nikola Dimitrov. "Es wäre ein strategisches Disaster, wenn wir, nachdem wir eine Tür geöffnet haben, dahinter auf eine weitere Tür stoßen würden."

Doch die Vereinbarung ist sowohl in Griechenland als auch in Mazedonien umstritten. Die größte Oppositionspartei der ehemaligen jugoslawischen Republik organisierte in einem Ort in Grenznähe einen Protest, denn die Umsetzung des Abkommens kann noch verhindert werden. Die geplante Namensänderung für Mazedonien muss durch eine Volksabstimmung bestätigt werden.

"Wir wollen nicht Nordmazedonien sein. Wir wollen Mazedonier sein, so wie unsere Vorfahren." Oder: "Wir sind Mazedonier und wir werden immer Mazedonier sein", waren Forderungen, die Demonstrierende stellten.

Dazu Borjan Jovanovski, euronews: "Skopje und Athen haben es nach 25 Jahren Verhandlungen geschafft, eine historische Vereinbarung zu erreichen, auch wenn es bei der Umsetzung noch große Herausforderungen gibt, vor allem angesichts des Widerstands in beiden Ländern."