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Guatemala: Wo die Maya weiterleben

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Guatemala: Wo die Maya weiterleben

Guatemala: Wo die Maya weiterleben
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Guatemala ist ein Tor zur Maya-Welt, die bis in das Jahr 3.000 vor Christus zurückgeht - durch seine Ruinen und eine Kultur, die von seinen Menschen und den Geschichten, die sie erzählen, lebendig gehalten wird. Zum Beispiel in Flores, bekannt als Noh Petén, die "große Insel am See".

Carlos Antonio Marìn, Fremdenführer und Fischer:

"Der See behält seinen Maya Namen, Petén Itzà. Petén bedeutet Insel und Itza bedeutet Zauberer oder Schamane. Alle Inseln wurden von Schamanen bewohnt."

Heute hat Flores keine Schamanen mehr, sondern eine koloniale Atmosphäre, kleine Restaurants und Reihenhäuser, die entlang gepflasterter Straßen aneinandergereiht sind. Ivo lebt hier, er ist Archäologe und macht für uns den Fremdenführer.

Ivo Luis Romero Zetina, Archäologe:

"Die Struktur der Stadt kommt noch aus der Zeit der Maya-Zivilisation. Die Tempel befanden sich in der Mitte des Stadtzentrums, an der höchsten Stelle und die Häuser gruppieren sich um das religiöse Zentrum, je wichtiger die Familie, desto näher dran."

Zur Zeit seiner größten Bedeutung hatte Flores Pyramiden, Statuen, Tempel. Das Zentrum liegt unter der Kirche und daneben finden wir einige original erhaltene Stelen. Das waren Opferaltäre. Dieser stammt aus dem nahegelegenen Ixlu.

Ivo Luis Romero Zetina, Archäologe:

"Diese Schriftzeichen sind phonetische Symbole. Dies bedeutet 'der große Herr von Tikal'. Es bedeutet, dass der Gouverneur von Tikal an einer Zeremonie im nahen Ixlu teilnahm."

Tikal, etwa 60 Kilometer nördlich von Flores, war eines der größten städtischen Zentren der präkolumbischen Maya-Zivilisation. Heute ist es ein faszinierender Ort, an dem Tempel und Akropolis im Regenwald verteilt sind.

In der ganzen Region liegen Schätze verborgen. Zurück am Petensee, gingen wir Mirador Canek hinauf. Dieser Hügel ist nichts anderes als eine Pyramide, die vom Erdboden bedeckt ist, und davon gibt es viele ringsrum.

Ivo Luis Romero Zetina, Archäologe:

"An dieser Stelle war das Observatorium eines Gouverneurs namens Kanek. Es war ein zeremonieller Ort. Das administrative und politische Zentrum war auf der Insel Flores. Dies war ein strategischer Überwachungspunkt."

Dutzende von archäologischen Stätten rund um den See sind nicht das einzige Interessante in der Region Petén. Bei einer Tour um den See, dem zweitgrößten von Guatemala, sind authentische Dörfer zu entdecken, Wildtiere, Entspannung und Spaß nicht ausgeschlossen.

Man kann nicht sagen, dass man in eine Kultur eingetaucht ist, ohne ihr Essen zu probieren. Der beste Weg, um eine Seerundfahrt abzuschließen, ist der Fisch Petenia Splendida, typisch für den Petensee, wie der Name sagt. Er wird mit den unverzichtbaren Tortillas aus Maismehl serviert.

Nyglan Jau, Restaurant-Manager:

"Mais gehört zu den wichtigsten Hinterlassenschaften, die die Kultur der Maya und ihr Gott des Korns, Yum Kax, hinterlassen haben. Bis heute ist dürfte Mais die Hauptgrundlage des guatemaltekischen Familienessens sein".

Der Weißfisch wird mit scharfen Saucen und erfrischenden lokalen Säften serviert.

Guatemala – das sind vor allem seine Menschen und seine Traditionen. Jeder Monat und jede Region hat ihre eigenen. In Flores begegneten wir den "Enhilateras", Damen, die Kirchenschmuck basteln, indem sie Blumen auf Stiele stecken.

Mirtala Zeitina, "Enhiladera":

"Diese Tradition ist über 100 Jahre alt. Wir laden Freunde und Familie ein, um die Blumen zu aufzufädeln".

Und am östlichen Ende des Sees Petén Itza gab uns das Dorf Remate zum Ende der Reise den besten Abschied.

Monica Pinna, su

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