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Prantl: „Die CSU hat Angst vor der AfD“

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Prantl: „Die CSU hat Angst vor der AfD“

Prantl: „Die CSU hat Angst vor der AfD“
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REUTERS/Ralph Orlowski
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Für Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion und Ressortleiter Meinung der Süddeutschen Zeitung, ist eine Lösung im Asylstreit zwischen CDU und CSU noch längst nicht in Sicht.

„Der Streit ist nicht aufgehoben, er ist aufgeschoben, er ist auch nicht entschärft. Er ist gestreckt um zwei Wochen“, so Prantl gegenüber euronews. „Es hat keiner gesiegt, es hat keiner richtig verloren. Man hat nur die Spannung, die Hochspannung aus der Situation genommen.“

„Worum es Angela Merkel letztendlich geht: Sie will keinen nationalen Alleingang machen, sie will nicht wieder wie seinerzeit im Spätsommer 2015 sich sagen lassen, dass sie mit anderen europäischen Ländern nicht spricht“, sagte er weiter.

Das politische Handeln der CSU hält Prantl für einen taktischen Schachzug in Hinblick auf die Landtagswahl in Bayern am 14. Oktober.

„Die CSU versucht, Anschluss an die Antiflüchtlingsbewegung zu kriegen, die im Wesentlichen von der AfD betrieben wird. Die CSU hat Angst vor der AfD“, meint er. „Die AfD ist bei der Bundestagswahl in Bayern die stärkste AfD-Kraft im Westen geworden. Sie wird der CSU gefährlich. Die CSU will mit dieser Antiflüchtlingspolitik das Wasser abgraben.“

Die CSU schade sich selbst, weil diese Art der Politik immer der AfD helfe, sagte er weiter. Er habe bereits in den vergangenen Tagen das Gefühl gehabt, die CSU agitiere auf einen Sturz der Kanzlerin hin, um damit als die große handelnde politische Kraft dazustehen, so Prantl.

Zum gesamten euronews-Gespräch mit Heribert Prantl...