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Berlin: Syrer gesteht Gürtelangriff auf Israeli

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Berlin: Syrer gesteht Gürtelangriff auf Israeli

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Ein in Deutschland lebender syrischer Flüchtling hat gestanden, vor gut zwei Monaten einen Kippa tragenden Israeli in Berlin mit seinem Gürtel attackiert zu haben.

Bei dem Prozess fügte der Angeklagte Knaan al S. hinzu, er habe den Mann aber nur einige Male getroffen. Zuvor sei er von dem Israeli oder dessen Begleiter beleidigt und beschimpft worden. Er habe gesagt: "Warum beschimpfst Du mich, ich habe Dir nichts getan."

Bei seiner Aussage sprach der Angeklagte anfangs deutsch und sagte: "Es tut mir sehr leid, es war ein Fehler von mir." Er fügte hinzu: "Ich wollte ihn nicht schlagen, ich wollte ihm nur Angst machen."

Er habe zuvor Drogen genommen. "Ich habe was gekifft, mein Kopf war müde." Weil die Aussage schwer zu verstehen und zum Teil widersprüchlich war, ließ das Gericht den Mann später auf arabisch aussagen und seine Worte übersetzen.

Im Lauf des Tages sollten noch der junge Israeli sowie weitere Zeugen aussagen.

Der Fall wird in Berlin ungewöhnlich schnell juristisch aufgearbeitet: Bereits einen Monat nach dem Angriff war Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung erhoben worden.

Der seit 2015 in Deutschland lebende Angeklagte sitzt in Untersuchungshaft. Der Mann war einer Flüchtlingsunterkunft in Brandenburg zugewiesen, hielt sich aber in Berlin auf.

Der Israeli hatte den Angriff am 17. April gefilmt und das Video ins Internet gestellt. In dem Filmausschnitt war zu sehen, wie ein Mann mit einem Gürtel auf den Filmenden einschlägt und auf arabisch "Jude" ruft. Der Angriff hatte deutschlandweit Empörung hervorgerufen.

Laut Anklage traf die Gürtelschnalle das Opfer im Gesicht, am Bauch und an den Beinen, eine Lippe platzte auf. Demnach wurde der Israeli, bei dem es sich um einen Araber handelte, mit dem Gürtel mindestens zehn Mal geschlagen.