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Refugee Food Festival: Flüchtlinge tischen Einheimischen auf

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Refugee Food Festival: Flüchtlinge tischen Einheimischen auf

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Nichts bringt die Menschen enger zusammen als ein gutes Essen. Aus diesem Gedanken wurde 2016 in Paris das "Refugee Food Festival" geboren. Flüchtlinge tischen Einheimischen Gerichte auf. Mittlerweile öffnen Restaurants in vielen europäischen Städten ihre Küchen für die einwöchige Kochaktion. Auch in Athen, wo Barshank Haj Younes aus Syrien am Herd steht.

„Mein Kochstil hat viel von dem meiner Mutter. Sie hat mir beigebracht, wie man kocht. Sie ist vor zwei Jahren gestorben, kurz bevor ich nach Griechenland kam. In meinen Gerichten versuche ich, die syrische und griechische Küche zu vereinen", sagt der Syrer.

Sprungbrett in ein besseres Leben

Das Food Festival war bereits für den ein oder anderen Sprungbrett in ein besseres Leben. Darauf hofft auch Barshank: „Ich kam vor zwei Jahren über die Türkei nach Griechenland. Mit einem Boot erreichte ich die Insel Chios. Von dort ging es weiter in den Norden Griechenlands. Dort verbrachte ich vier Monate in einem Flüchtlingslager. Ich wollte nach Mitteleuropa, am liebsten in die Schweiz, wo ich einige Freunde habe. Aber ich habe es nicht geschafft. Sie haben die Grenze dichtgemacht und so bin ich wieder hierher zurückgekehrt, nach Athen. In letzter Zeit habe ich studiert und außerdem Kurse gemacht, um meine Kochkünste weiterzuentwickeln. Eines Tages will ich ein renommierter Koch sein."

Mit Kochen die Sprachbarriere überwinden

Das Athener Restaurant "Seychellen" ist schon zum zweiten Mal dabei. Von den Gästeköchen kann auch der erfahrene Küchenchef Fotis Foteinoglou noch einiges lernen: „Beim letzten Food-Festival habe ich mit Barshank aus Syrien gekocht, dieses Jahr mit Boube aus dem Iran. Anfangs war die Kommunikation etwas schwierig, aber als wir dann mit Töpfen und Pfannen hantierten, war die Barriere überwunden. In der Küche gibt es nur eine Sprache und die spricht jeder Koch."