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Mittelmeer: kein sicherer Hafen in Sicht

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Mittelmeer: kein sicherer Hafen in Sicht

Mittelmeer: kein sicherer Hafen in Sicht
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Seit Donnerstag wartet die "Lifeline" mit 230 Migranten an Bord darauf, einen Hafen ansteuern zu dürfen, auch Spanien hat inzwischen abgewunken. An Bord des deutschen Rettungsschiffes waren die Grünen Abgeordneten Manuel Sarrazin und die flüchtlingspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Luise Amtsberg. Ihre Einschätzung: Die Lage könnte so sowohl für die deutsche Besatzung als auch für die Flüchtlinge an Bord lebensgefährlich werden. Schon jetzt ist die hygienische und medizinische Situation schwierig.

Die Lifeline ist immer noch in der Nähe von Malta, in ihrer Nähe wartet ebenfalls die Alexander Maersk mit weiteren Flüchtlingen an Bord, die zwischen Libyen und Malta aufgesammelt wurden. Auch ihr wird das Einlaufen in Malta verweigert. Ein Unternehmenssprecher sagte, die 113 Migranten seien am Freitag gerettet worden, nachdem die italienische Küstenwache Maersk alarmiert hätte. In einem italienischen Hafen anlegen dürfe sie trotzdem nicht. Das Schiff wartet jetzt auf Order, welchen Hafen es anlaufen kann.

Palle Laursen, Chief Technical Office, Maersk, über die schwierige Situation für die Reederei:

"Die ganze Zeit sprechen wir mit allen, die darüber überhaupt sprechen wollen, über dieses Problem, das wir da haben. Es für uns das wichtigste, den Leuten klarzumachen, dass dies keine Lösung ist, dass die Menschen, die wir gerettet haben, sicher an Land kommen müssen, damit sie die notwendige Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Das können wir nicht leisten, und deshalb muss das Problem gelöst werden. Und das ist keine Frage von Tagen, sondern von Stunden und Minuten. Das Problem muss jetzt gelöst werden"

Die Alexander Maersk wird inzwischen täglich von italienischen Behörden versorgt, denn sie ist nur für 20 Mann Besatzung ausgelegt. Auch die Reederei ist besorgt, immerhin eine Schwangere , mehrere Kinder und eine Frau seien als Notfälle an Land gebracht worden.