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Lösungen für hunderte Migranten an Bord von "Lifeline" und "Alexander Maersk" angepeilt

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Lösungen für hunderte Migranten an Bord von "Lifeline" und "Alexander Maersk" angepeilt

Lösungen für hunderte Migranten an Bord von "Lifeline" und "Alexander Maersk" angepeilt
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Für das im Mittelmeer blockierte deutsche Rettungsschiff «Lifeline» mit 233 Migranten an Bord zeichnet sich eine Lösung ab. Laut Italiens Regierung darf das Rettungsschiff in Malta anlegen. Italien und Frankreich wollen einige der aus Seenot geretteten Migranten aufnehmen. Seit sechs Tagen hatte die "Lifeline" einen Hafen gesucht, in dem sie anlegen kann und die Geretteten an Land dürfen.

Emmanuel Macron, Frankreichs Präsident:

"Wir arbeiten seit mehreren Tagen an einer europäischen Kooperationslösung mit mehreren Mitgliedstaaten, und hier möchte ich den Mut zur Verantwortung des Ministerpräsidenten Maltas, Joseph Muscat, anerkennen. Er hat mit anderen, darunter auch Frankreich, Solidarität organisiert. Hier kann ich bestätigen, dass Frankreich zu den Mitgliedstaaten gehört, die Menschen von Bord der "Lifeline" aufnehmen, sobald sie in einem europäischen Hafen ankommen, und Vertreter der Asylbehörde OFPRA (Office français de protection des réfugiés et apatrides) sind bereits auf dem Weg nach Malta, um diese Mission voranzubringen."

Malta, Spanien und Italien hatten der "Lifeline" zuvor verweigert, einen ihrer Häfen anzulaufen. Das von der Dresdner Hilfsorganisation „Mission Lifeline“ betriebene Schiff harrte deshalb tagelang in internationalen Gewässern vor der Küste Maltas aus.

"ALEXANDER MAERSK"

Italien hat das dänische Containerschiff "Alexander Maersk" mit mehr als 100 Migranten an Bord nach tagelangem Warten im sizilianischen Hafen Pozzallo anlegen lassen.

Italiens Innenminister Matteo Salvini hatte Hilfsorganisationen mit Schiffen im Mittelmeer immer wieder als Helfer der Schlepper bezeichnet und setzte auf mehr Abschottung, schon in Libyen. Eine Kehrtwende?

Matteo Salvini, Italiens Innenminister:

"Wir haben eben ein gutes Herz, im Gegensatz zu Macron. Aber ausländische NGOs mit ausländischem Personal, ausländischer Flagge, mit ausländischen Investoren bleiben draußen.“

Es war das erste Mal gewesen, dass einem Handelsschiff die Einlauferlaubnis verweigert wurde. Vor der Genehmigung für den Frachter, in Italien andocken zu dürfen, hatte die dänische Einwanderungsministerin Inger Stöjberg angekündigt, Italien angesichts der Situation schriftlich zum Handeln aufzufordern.

su mit dpa