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USA verlangen weltweiten Import-Stopp für iranisches Öl

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USA verlangen weltweiten Import-Stopp für iranisches Öl

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Die USA wollen nach ihrem Rückzug aus dem Atomabkommen mit dem Iran dem Land mit einem Total-Embargo beim Öl die wichtigste Einnahmequelle nehmen. Sie fordern von allen Ländern einen Importstopp von iranischem Öl. Gegen Länder, die dem nicht Folge leisten, würden Sanktionen verhängt, drohte ein Vertreter des US-Außenministeriums.

Gelten sollen die neuen Sanktionen ab Anfang November. Sollte es den USA gelingen, die iranischen Öl-Exporte massiv zu beschränken, würde das Land in eine schwere Krise gestürzt. Rund 70 bis 80 Prozent aller Exporterlöse des Iran stammen aus dem Erdölsektor.

Der Iran reagiert trotzdem gelassen: Der Ölmarkt könne nicht einfach auf die 2,8 Millionen Barrel, die der Iran täglich exportiert, verzichten. Dennoch bereite man sich bereits auf alle möglichen Szenarien vor.

Hintergrund ist die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump im Mai, was die Sanktionen der USA gegen die Islamische Republik wieder aufleben lässt.

Die anderen Unterzeichner des Atomabkommens, darunter auch Deutschland, wollen an der Vereinbarung festhalten und sich nicht dem Druck der USA beugen, die wirtschaftlichen Verbindungen zum Iran zu kappen.