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Mexiko wählt neuen Präsidenten

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Mexiko wählt am kommenden Sonntag nicht nur einen neuen Präsidenten. Insgesamt sind mehr als 3000 Ämter neu zu besetzen, darunter der gesamte Kongress, acht Gouverneursposten und rund 1600 Bürgermeisterämter.

Der linke Kandidat Andrés Manuel López Obrador, früherer Bürgermeister von Mexiko-Stadt, liegt in den Umfragen vorne.

Im Falle eines Wahlsiegs will er die jüngsten Strukturreformen zurücknehmen, erwägt eine Amnestie für Drogenhändler und hat einen entschlossenen Kampf gegen die Korruption angekündigt.

Der Konservative Ricardo Anaya und hat noch die besten Chancen gegen López Obrador. Der 39-Jährige,der eine schwammige Mitte-Koalition anführt, wird von der Mittelschicht und Studenten unterstützt, liegt aber laut Umfragen nur bei 25 Prozent der Stimmen.

An dritter Stelle liegt chancenlos der ehemalige Außen- und Finanzminister José Antonio Meade von der Regierungspartei PRI. Er steht für verfehlte Konzepte im Kampf gegen Armut und Korruption.

Im mexikanischen Wahlkampf sind bisher mehr als 120 Politiker getötet worden. Es ist der gewalttätigste Wahlkampf seit mehr als 20 Jahren. Am schwersten trifft die Gewalt Kandidaten auf lokaler Ebene.