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Portugiese Vitorino wird IOM-Chef – Trumps Kandidat abgelehnt

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Portugiese Vitorino wird IOM-Chef – Trumps Kandidat abgelehnt

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Der Portugiese António Vitorino wird neuer Chef der UN-Organisation für Migration (IOM).

Der 61-Jährige setzte sich deutlich gegen den Kandidaten aus den USA, Ken Isaacs, durch. Dessen schlechtes Abschneiden wird als Reaktion auf die Entscheidung der USA gewertet, sich aus dem UNO-Menschenrechtsrat zurückzuziehen.

Isaacs stand zudem wegen islamfeindlicher Äußerungen in der Kritik. Die Internationale Organisation für Migration wurde seit fast 50 Jahren nur von Amerikanern geleitet. Die USA sind vor der EU größter IOM-Geldgeber.

Vitorino übernimmt den Vorsitz ab 1. Oktober. Der Portugiese war bereits Europaabgeordneter, Verteidigungsminister und dann EU-Kommissar für Justiz und Inneres. Später leitete er das Jacques-Delors-Institut für Europafragen. Vitorino gilt als Verfechter des Multilateralismus.

Die IOM trägt zusammen mit dem Flüchtlingshilfswerk UNHCR stark zur Bewältigung der Migrationskrise bei.