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US-Bankenstresstest: Deutsche Bank fällt durch, als einzige

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US-Bankenstresstest: Deutsche Bank fällt durch, als einzige

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Die Deutsche Bank ist beim US-Stresstest der großen Geldhäuser, Teil II, durchgefallen - als einziges Institut.

In knapp 100 Tagen hatte das Geldhaus seinen Vorstandschef ausgetauscht, tausende Stellenkürzungen angekündigt, sein Rating wurde herabgestuft und der Aktienkurs erreichte neue Niederungen.

Die US-Notenbank Fed zur Begründung: Der Test habe teilweise “erhebliche Schwächen” bei der US-Tochter des größten deutschen Geldhauses offenbart.

Im Detail wurden bei der DB USA Corporation “weitreichende und kritische Defizite” bei der Kapitalplanung des Instituts gefunden, etwa bei der Datenverfügbarkeit und den internen Kontrollen, dazu Mängel beim Risikomanagement, bei internen Prüfungen und bei den Verfahren und Annahmen, mit denen das Geldhaus Prognosen etwa für den künftigen Geschäftsverlauf erstellt. Unter dem Strich sei es daher zweifelhaft, dass die Deutsche Bank im Krisenfall ihren Kapitalbedarf korrekt einschätzen und planen kann.

STRESS MIT DEM TEST

Die US-Banken werden seit 2013 einer umfassenden Analyse (CCAR - Comprehensive Capital Analysis and Review) der Aufseher unterzogen. Besteht ein Institut den CCAR-Test nicht, kann die Fed Dividenzahlungen oder Aktienrückkaufprogramme der Geldhäuser verweigern. Auslandsbanken dürfen unter Umständen dann kein Kapital an ihre Mutterkonzerne auszahlen.

Die Deutsche Bank gehört zur Gruppe von Instituten, die von den Aufsehern wegen ihrer Größe, ihrer Vernetzung innerhalb des Finanzsystems und wegen ihrer Geschäfte besonders kritisch unter die Lupe genommen werden.

su mit dpa, Reuters