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Daraa: Syrisches Militär bleibt auf Vormarsch

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Daraa: Syrisches Militär bleibt auf Vormarsch

Daraa: Syrisches Militär bleibt auf Vormarsch
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SANA/Handout via REUTERS
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Die Militäroffensive im Südwesten Syriens hält an. Das staatliche Fernsehen berichtete über massive Luftangriffe syrischer und russischer Einheiten in der Region Daraa. Sie gilt neben Gebieten im Nordwesten Syriens als Hauptrückzugsgebiet von Aufständischen. Rebellengruppen.

Unter dem Druck der Angriffswellen haben die Rebellengruppen offenbar mehrere Städte und Ortschaften aufgegeben und Regierungskräften überlassen. Bilder des staatlichen Fernsehens zeigten jubelnde Zivilisten in Dael in der Provinz Daraa.

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London erklärte, mindestens acht Städte in der Provinz seien wieder unter Regierungskontrolle. Entsprechende Vereinbarungen seien vor Ort von russischen Vertretern und örtlichen Politikern geschlossen worden. Dadurch würden regierungsnahe Kräfte jetzt über die Hälfte der Provinz Daraa kontrollieren. Vor Beginn der Eskalation seien es 30 Prozent gewesen.

Eigentlich hatten sich Russland, die USA und Jordanien vor einem Jahr auf eine Deeskalationszone für die Region geeinigt. Vor anderthalb Wochen begann dann die Militäroffensive mit dem mutmaßlichen Ziel, die Stadt Daraa als Rebellenhochburg von der Verbindung zu Jordanien abzuschneiden.

Die Folge war eine Massenflucht. Die Vereinten Nationen warnen weiterhin vor einer humanitären Katastrophe. Über 160.000 Menschen sind ohne Hab und Gut auf der Flucht.