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IOM: mehr als 200 Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer

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IOM: mehr als 200 Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer

IOM: mehr als 200 Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer
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Mehr als 200 Flüchtlinge sind alleine in den vergangenen Tagen im Mittelmeer ums Leben gekommen, weil Schlepper sie in seeuntauglichen Booten transportiert hätten. Dies berichtet die Internationale Organisation für Migration (IOM).

"Es gibt einen alarmierenden Anstieg von Todesfällen im Meer vor der Küste Libyens", erklärte der IOM-Chef für das nordafrikanische Land, Othman Belbeisi. "Die Schlepper nutzen die Verzweiflung der Migranten aus, die fliehen wollen, bevor Europa weitere Maßnahmen ergreift, um die Überfahrten über das Mittelmeer zu unterbinden."

Seit Jahresbeginn sind laut der IOM mehr als 1400 Menschen bei ihrer Flucht über das Mittelmeer nach Europa ertrunken.

In dieser neuesten Statistik seien jetzt ebenfalls die mindestens 218 Menschen erfasst, die seit dem vergangenen Freitag ertranken. Dabei handelt es sich um ein Boot, das am Freitag nördlich von Tripolis vor der Küste kenterte. Dabei kamen nach IOM-Angaben wahrscheinlich 104 Menschen ums Leben. Am Sonntag ging ein Boot mit Flüchtlingen östlich von Tripolis unter. Dabei seien wahrscheinlich 114 Menschen ums Leben gekommen.

«In den vergangenen zwei Wochen sind mindestens 34 Leichen an den Küsten Libyens angespült worden», sagte Julia Black vom Datenanalysezentrum der IOM in Berlin.