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Muslimin mit Klinge misshandelt - Immer mehr Übergriffe in Belgien

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Muslimin mit Klinge misshandelt - Immer mehr Übergriffe in Belgien

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In Belgien werden immer mehr rassistische Übergriffe gemeldet. Der jüngste Vorfall: Ein muslimisches Mädchen war im wallonischen Dorf Anderlues Fahrrad gefahren, als zwei Männer ihr Hinterrad blockierten um sie anzuhalten. Die Angreifer warfen sie daraufhin zu Boden, rissen ihr Schleier und Hemd vom Leib und begannen sie am ganzen Körper mit einer scharfen Klinge zu verletzen. Ein hupender Autofahrer habe die beiden Männer schließlich zur Flucht gezwungen.

Eine Anrainerin zeigte sich betroffen: "Die Nachbarn haben sie getröstet. Sie war traumatisiert. Es war schwer zu verstehen, was sie sagen wollte. Viel hat sie nicht erzählt." Auf die Frage ob sie Verletzungen gesehen habe, meinte sie: "Nein. Sie hat ihr Hemd zugemacht und ihr Kopftuch wieder angezogen. Ich glaube, sie wollte nicht, dass wir sehen, was passiert ist."

Nach einer Nacht im Krankenhaus ist das Opfer nach Hause zurückgekehrt. Nach den Angreifern wurde bis zuletzt noch gefahndet.

Nach den Anschlägen seien viele von Worten zu Taten übergegangen

Patrick Charlier (Ko-Direktor der Antidiskriminierungsstelle UNIA): "Wir bemerken immer mehr Aggressionen. Nach den Anschlägen in Frankreich und Belgien sind viele von Worten zu Taten übergegangen. Wo früher Frauen wegen dem Kopftuch nur beleidigt wurden, werden sie ihnen jetzt vom Kopf gerissen. Dieser Vorfall ist kein Einzelfall."

Mittlerweile habe sich die Zahl solcher gemeldeten Vorfälle verdoppelt.