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Erst Flüchtling, jetzt Helfer beim Roten Kreuz

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Ajmal Maarij wollte eigentlich in den öffentlichen Dienst und seinem Land Afghanstan dienen. Dann floh er aber 2012 vor dem Krieg und kam in Belgien an. Er fand Arbeit. Heute ist er beim Roten Kreuz in Jette beschäftigt. Wir haben mit ihm über seine Erfahrungen und die Kehrtwende in der EU-Flüchtlingspolitik gesprochen.

"Es tut weh zu sehen, dass die Europäer versuchen, Flüchtlinge zurück zu schicken in Länder, wo die Menschen nicht sicher sind, wo sie kein richtiges Leben haben", sagt er. "In der Geschichte sind die Menschen immer über Grenzen gewandert. Für mich ist klar, dass die Politik versucht, Hürden für die Flüchtlinge aufzubauen, aber sie werden trotzdem kommen."

In dieser Woche sind in Deutschland 69 Menschen aus A fghanistan zurückgeschickt worden, nachdem die Asylanträge abgelehnt worden waren. Ajmal sagt, nach seiner Erfahrung müssten die Staaten in der Eun mehr für die Integration der Flüchtlinge tun.

"Es ist wichtig, einen sicheren Fluchtweg zu schaffen und dann, sie in die neue Heimat zu integrieren. Es ist nicht wichtig, in welchem Staat ein Flüchtling landet", sagt Ajmal. Sie sollten in ihren Gemeinden aber einen Vertreter haben und von den Medien eingeladen werden und in der Öffentlichkeit auftreten, damit sie Vorbehalte entkräften können. Das wird anderen Flüchtlingen helfen, die noch kommen und die nach Orientierung suchen."